Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Dejouns, Frühstück- DsjsunS ä ia konrelisrts, eine solenneFrühstücks-Fete, die jedoch vor n bis 12 Ubr Vormittags nichtanhebt. Regelmäßig sind davon ausgeschlossen Suppe, warme Bra-ten und Gemüse und— Damen, dagegen sind nothwendig kalte Fleisch-gerichte, Austern, Sardellen rr. Salate und Gelees, verschiedenedorten feine Magenweine, kurz alles, was den scharfen Morgen-appetit beschäftigt und reizt, ebne dem Gourmand seine Mittags-Lafelfreuden zu verderben, ja selbst das Dessert dabei soll weniger denGaumenkitzeln, als die Zähne säubern und die Lrinklust erhalten.Eine solche Fete verträgt sich mit der Wirthschaft eines läa„,o». machtFein Aufsehen bei der Nachbarschaft, verderbt den Geschäftshnmor nicht,kurz, ist ein ,°p»» «s»s co»ss>q»vi>««. Geht es in die Zeit und indas Wesen eines Diner über, so wird es Dosen»« ckinotoiro ge-nannt. Ist die Gesellschaft gemischt, und verbindet damit die Freudedes Tanzes (was oft zu den Badcvergnügungen gehörn, so ist esDejenns Dsjsuns s Is l^onnsise, wo die Fleischgerichte

vorzüglich aus Schinken und anderm berühmten Fleisch bestehen.Dojouns pkilosoplii>n»s, likoroir« st seminnttitik. Unter diesen!Namen gab zn Paris in den Jahren 178» rc. eine Gesellschaft Gour-mands Kaffeckrühstücke, wo jeder Gast 17 Tassen trinken mußte.Eine witzige Epistel hierüber hat man von Ravnouard. — Dejeu-«iren, frühstücken, das Morgcnmahl einnehmen.

vsloxst»». De legst, ei» Abgeordneter, Abgesandter.Delegirt, abgeordnet. Delegation, die Abordnung, Deauf-rraaunq. In der Rechtsspra-Ve ist Delegation die Uebernahme der'Schuldigkeit des Andern auf sich selbst. Derjenige, der seine Schul-digkeit dem Andern überträgt, z. B. der Schuldner, der seinem Gläu-biger einen andern Schuldner anweist, heißt Dejegan t, und der,auf wel»en die Anweisung geschieht, Deleg at.

Delille (Jacques), geb. zu Aigueperse im I. i?Z2, ist dererste der jetzt noch lebende» Französischen Dichter. Sein Name seitver Revolution ist Montanier-Delille. Er ist nicht bloß alsLieblingsdichter seiner Nation und Schriftsteller vom ersten Rangs,-sondern auch wegen seiner mit dem Grafen Cboiseui-Gouffier ge-machten Reise nach Constantinvpel, auf welcher er jene geistreichesBriefe schrieb, wovon einige zu seiner Zeit auch in öffentliche»Blättern, z. B. im Journal von Paris, mit großem Beifall gele-sen wurden, und überhaupt wegen der Liebenswürdigkeit seine»Charakters und wegen der Annehmlichkeit seines Umgangs in undaußer Frankreich berühmt. Er gleicht an Häßlichkeit und in dckseltenen Verskunst Popen, dem er sich auch in seinen Gedichten,besonders in seinem noch »«gedruckten Versuche über den Menschen,-um Muster genommen hat. Er ist nicht eigentlicher Geistlicher,sondern hat bloß die untern Weihen angenommen, um eine reiche-Pfründe genießen zu können. Von dieser, von seinen Besoldunge»ols Professor im 6 oIUß<- -l« l'r»»«« und als Mitglied der Ftanze-sischen Akademie, so wie von den Interessen seines eigenen Vernio--gens, hatte er vor der Revolution 32,000 Livrcs Einkünfte jähr-lich, von welchen ihm jetzt nur noch Ü02 übrig geblieben sind.Die Cbre, die ihm das National-Institut durch seine Wähl ZU'ssMitglicdc der dritte» Klasse erwiesen, verbat er anfangs, da er«in großer Anhänger der ajten Ordnung der Dinge war. Das J>^Mut indessen erklärte, es werde die für ihn bestimmte Stelle stet»für ihn offen lassen und erst nach seinem Tode wieder besetzen. Sp«-