Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Führer und Helden verewigen soll. Im Verhältniß mit der gewähl-ten Form, die vvm einfachen Denkstein bis zum Triumphbogen, vonder Säule bis zum Portikus und zum Tempel selbst vielen Spiel'räum hat, stehe dann die Verzierung. Hier fehlen die Künstlermeist durch Uebermaß; sie überladen, und bedenken nicht, daßzu viel den Eindruck schwächt, den sie doch verstärken wollten. AnAnsehung der Grabmäler sey es genug, nur noch an das beherzt'«ungswerthe Wort zu erinnern, das Gvthe darüber in seinenWahlverwandtschaften gesagt hat.

Denkmünzen zur Belohnung der Soldaten. Joseph H. führtesolche im Türkenkriege von 1788 bet seiner Armee ein. Er ließgvldne und silberne prägen, um nach Maßgabe des Verdiensts ver-theilt zu werden. Es war eine Erhöhung des Soldes damit ver-knüpft. Einige Jahre später wurden sie auch bei der Preußischenund Sächsischen Armee eingeführt.

Denkschriften (lVI-inoirs,, pro momoii») sind 1) eine Artvon Staalsschriften, und 2) eine Art historischer Schriften. Unterden erstern, die in völkerrechtlichen Verhältnissen häufig vorkommen,vcrstebt man alle Schreiben, denen die Förmlichkeiten der Sraats-schristen alle, oder grbßtentheils, besonders die Besiegelnng, fehlen.Man unterscheidet drei Arten: 1) die mit Anreden, Datum und Un-terschrift versehenen, in denen der Abfasset von sich in der erste», vondem, an den er sich wendet, in der zweiten Person spricht (rn«n>c>i.-«'«n kormo cko leeres); 2) solche, die zwar Anrede, Datuni und Un-terschrift auch enthalten, wo aber der Schreibende von sich in bordritten Person spricht (memoiro, insbesondere), und z) solche, dieohne Anrede, oft auch ohne Unterschrist sind, und worin vom Abfas-se! und Empfänger in der dritten Person gesprochen wird -Noten-Dergleichen Schreiben werden theils von den Hosen selbst, theils vonderen Gesandten abgefaßt und übergeben. Es gehören zu den erste»die Circularnoten an das co-p- lliplomaugns, d. h. diean einem Hostresidirenden fremden Gesandten, um sie von etwas zu benachricbli-gen oder um etwas zu ersuchen; gemeiniglich mit Unterschrift desStaatssekretärs; 2) die Antworten eines Hofes au einen Gesand-ten auf dessen Memorial; z) die Note» an ein auswärtiges Staats-ministerium oder den auswärtigen Gesandten, um solche, nebst einer»memoiro, zu übergeben. Die Denkschreibcu der Gesandten an bc»Höfen, wo sie residiren, sind meist eigentlich sogenannte Memoires,bisweilen auch bloß Noten; en torms cko Im», werden sie jetzt »ich*mehr ausgefertigt. Unter historischen Menwires versteht man solch*Schriften, in denen Jemand selbsterlebce Geschichten zur Erinnerungfür sich selbst aufgezeichnet hat. Deshalb macht man an sie kein*Anfoderungen der Form und des Styls, wie an ein wirkliches bist**risches Kunstwerk, und gesteht ihnen zu, daß sie minder zusammen-hängend und sorgloser im Ausdruck seyn können, vbsckou ihr Wert»um so größer ist, je weniger sie von jener Erlaubniß Gebrauch ma-chen, und zwar mir Leichtigkeit, aber ohne Nachlässiakeit erzähl?»'Man kann sie als Jndividual-Geschichten betrachten, die gewöhnlichdurch eine Menge eingewebter Details lebhafter nnd intereffanttkwerden. Je mehr Naivetät in der Darstellung sich offenbart, best»anziehender sind sie. Hierdurch erhielten, aüßer dem Pikanten, wassie dnrch Aufdeckung geheimer Hvtt'eaebenheitrn hatten, die Franzö-sischen Memvires aus dem rc>. Jahrhundert so viel Interesse. D>*Erzähler harten in der großen Welk gelebt, -und redeten dere»