Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
208
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»nd mehrere Deutsche Fürsten Separatfrieden mit der neuen Neun«buk, unv zwischen Oestreich und Frankreich wurde am 17. Okt. >?y 7der Friede zu Eampo Formte unterzeichnet. Mit dem Deut-schen Reiche wurde der Friede zu Rastadt unterhandelt, doch noch vorder Veendigungdieser Verhandlung brach der Krieg aufs neue los. DerFriede von Lün evillc (am y. Febr. izoi) bestimmte den Rheinzur Gränze Frankreichs, und Deutschlands, welches dadurch über 1200Luadratmeilen Land und fast 4 Millionen Menschen verlor. Eshatte nun gegen Frankreich die Grenze wieder, die es unter Ludwigdem Deutschen (84Z) gehabt hatte. Oestreichs Beherrscher, in derAhnung der schwängern Ankunft, wollte den Glanz seines Throne»retten, und kvustitnirte ein erbliches Kaisertkum Oestreich,Während Frankreichs erster Cvnsul, Boaparte, als Napoleon l-zum Kaiser der Franzosen erklärt wurde. Großbritannien, diese ewig?Wibersacherin Frankreichs, wußte bald eine neue Flamme auf den>Kontinente anzufachen. Oestreich und Rußland traten vereint wie»der gegen den aufstrebenden Nachbar auf, und der Friede vonPreßbutg (am 2S. Decemb- 1805) endigte diesen Krieg, an wel-chem drei Stände des Deutschen Reichs, Barern, Wtrtew-lberg und Baden, als Alliirte Frankreichs Theil nähme».Noch in demselben Jahre, am i2./ly. Juli 1826, sagte»sechSzehn Deutsche Fürsten sich vom RcichSvcrbande los, »»^errichteten einen Verein, dessen KonstlturionSakte in Pa>>sentworfen und durch den Französische» Geichäftslrägcr Boeder »»Regensburg der allgemeine» Rcichsversawmlung am l. Aug. pnbj;»rirk wurde. Sie unterwarfen sich durch diese Akte dem Franz o/i»scheu Kaiser, als ihrem Protektor, und nannten ihren Ver-ein „den Rheinbund" ). Dieser entscheidende Schritt fol»derbe unumgänglich einen zweiten. Napoleon hatte erklärt: „daßer diesen Fürstenbund als eine Ergänzung des Preßburgcr Traktatsbetrachte; der Reichstag habe längst aufgehört einen Willen zu ha»ben; durch Hannovers Vereinigung mit Preußen sev ein Kurfürsten»thum aufgehoben worden und ein nordischer König härte eine Reichs»Provinz seinen übrige» Staaten einverleibt; er erkenne also di Er>»stenz der Deutschen Konstitution nicht mebr an, dagegen aber di<«olle unumschränkte Souverainetat eines jeden der Fürsten, dere»Staaten das beukige Deutschland ausmachen, und daß er mit ihnk»in die nämlichen Verhältnisse treten wolle, als mit den übrigen u»»abhängigen Fürsten Europa's." Als Folge dieser Erklärung erschie»vom Kaiser Franz am s. August die Abdikatiouö-Urkunde, worin tkauf die Deutsche Kaiserkrone verzichtete, die Reichsregierung nieder»legte und seine Deutschen Crbstaaten von dem Deutschen Reichskvrpekfür getrennt erklärte, zugleich aber die Reichsdieuerschaft de»ehemaligen Stäuben des aufgelösten Reiches empfahl. Und hiekist das Ende der Deutschen Meichsgeschjchke, denn n»>!beginnt die Geschickte des Rheinischen Bundes. Noch war da»erste Jahr des Bundes nicht verflossen, als seine ConlingenteFrankreichs Adlern vereint, an der Saale, der Elbe, Oder n»dWeichsel schlugen. Als der Friede von Tilsit geschlossen war. sabsder Bund durch den Beitritt von eilf Furstcnbäusern aus dcR

*) Da« nähere davon und die Statistik dieses StaatenvereinS si»»bet man in dem Artikel: Rheinischer Bund."