Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Redner sogt man z. B. er habe eine schöne Dlctto«, worunter maunicht seine Aussprache. sondern die Stellung der Worte und Aus»drucke, oder d-e Sprache versteht.

Didaktisch s. Lehrgedicht.

Didaskalien, bezeichneten Heiden Kriechen bald die Auffüh-rung eines Schauspiels selbst, bald schriftliche Aufsätze, worin Nach-richren gegeben wurden von Verfassern und Jnbalt der Schauspiele,von Zeit, Ort und Erfolg der Vorstellung, ob sie wirklich aufgeführtworden oder nicht, ob sie von den Dichtern, denen sie zugeschriebenwerden, wirklich seyen u. s. w. Viele alte Schriftsteller haben der-gleichen geschrieben, und es scheint, daß sie nicht bloße Theateranzei-gen, londern auch dramatische Kritik enth'alren haben, Zergliederungdes Plans, Entwickelung der Schönheiten und Fehler. Mehrere dra-matische Kritiker unserer Zeit haben sich dieses Titels ebenfalls be-dient, denn Lessingv Dramaturgie ricth Bescheidenheit.

Diberok (Denvs) wurde 171z zu Langres geboren. DieJesuiten, in deren Schule er erzogen worden war, wollten ihn zumMitgliede ihres Ordens machen; allein sein Vater, der eine Abnei-gung gegen den geistlichen Stand bei ihm bemerkte, bestimmte ihnzum RechtSgelehrten und übergab ibn der Leitung eines Pariser Au-walds. Der Jüngling suhlte indessen zu keiner Facultäts-Wissen-schaft Beruf in sich und beschäftigte sich mit belletristischer Lcctiire,wenn er Acten lesen sollte. Selbst der Unwille seines Vaters undder Mangel an Unterstützung, der eine Folge davon war, machteibn nicht irre, er suchte Hülfsquellen in seinen Talente» und fand sie.Er legte sich mit Eifer auf Mathematik, Phnsik, speculative Philo-sophie und schdne Wissenschaften und machte sich bald unter den schö-llen Geistern der Hauptstadt einen Namen. Den Grund zu seinemRubine legte er durch seine psn»öo» pKilo»oz>Uigusa, 1746,eine gegen vie christliche Religion gerichtete Broschüre, die viel Lest?fand. Zu gleicher Zeit gab er mit Eidvus und Toussaint ei«Diolionairs unkvsrasi eis l>4 e äse i n s in sechs Bändenin Fol. heraus. Der Beifall, Mit welchem dieses Werk, so mangel-haft es war, aufgenommen wurde, brachte ihn auf den Gedanken,ein encyklopädisches Lericon auszuarbeiten. Er entwarfden Plan dazu und vereinigte sich zur Ausführung desselben mit viele««amhaftenGelehrten, unter andern mitDaubenton, Rousseau»Marmontel, LeBlond, Le Monnier, besonders aber mitd'Alembert, der nächst ihm den größten Antheil an dieser weit-umfassenden, Frankreich zur Ehre gereichendeu Unternehmung hat.Er selbst unterzog sich der Ausarbeitung aller in die Künste und Hand-werke einschlagenden Artikel und füllte, als Redacteur auch in ander«Fächern manche von seinen Gehülfe,, gelassene Lücke aus- Der Ge-winn von der zwanzigjährigen Anstrengung, die ihm diese mühsameArbeit kostete, war so unbedeutend, daß er sich genöthigt sah, seineBibliothek zu veräußern. Die Kaiserin von Rußland kaufte sie M.52,000 Livrcs, und ließ ihm den Nießbrauch derselben auf Lebens-zeit. Währender mit der Redaction der Encyklopädie besclEtigt war. und viele Unannehmlichkeiten, die den Druck derselben oftJahre lang hemmren, zu erfahren hatte, gab er Werke ganz andererArt heraus, als den sinnreichen, aber schmutzigen Roman: >«> Li-jouaejusti»v,«k5. und die vortreflichen Lustspiele: lsOil, n»'rursl undl« ?dio 6s koivillo. Beide Dramen sitid unterhellt Titel Dküa rr« äs Diäeror sehr oft gedruckt und mit tt-