Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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tendenten sieben, so genannt. Auch diese Einrichtung schreibt sichaus den Zeiten Constantins (dem 4. Jahrhundert nach Christus),des erste» Römischen Kaisers, der die christliche Religion zur Staats'Lieligiou machte.

Diodvrus Sicu lns, aus Agyrium in Sieilien gebürtig, ei»Lerühmtcr Geschichtschreiber unter Julius Cäsar und August. Um sei»„erGeschichte die möglichste Vollständigkeit und Genauigkeit zu geben,bereiste er eine» großen Theil von Europa und Asien. Sehr zu bebaue»ist es, daß eiu Theil dieser seiner Gesthichtc, die er Historisch*Bibliothek nannte, und a» welcher er go Jahre gearbeitet hatte,verloren gegangen ist. Sie bestand aus 40 Büchern, war vorzüglichgenau abgefaßt, und enthält die Geschichte fast aller Volker der Erde.

Diogenes, mit dem Beinamen des Cynikers, einer dergrößten und zugleich am meisten verkannten Weisen Griechenlands,wurde aus seiner Vaterstadt Sinope in Paphlagvnien, einer Pro»rinz Kleinasiens, wo er ungefähr 400 Jahre vor christlicher Zeitrech-„ung gebore» war, wegen des ihm zur Last gelegte» Verbrechens fastscher'Munze vertrieben, wandte sicv dann zu den Zeiten des Sokra»tes und Plato nach Athen, und wurde einer der eifrigsten Schülerbes Aulisthenes, des Stifters der cynischen philosophischen Sekte. E*lebte ganz der Natur gemäß, verachtete alle Thorheiten, sie die bür-gerliche Gesellschaft eingeführt hatte, entbehrte als wahrer Weiser alleBedürfnisse des Lupus, griff Laster und Fehler überall' mit der größte"Unbefangenheit an, und entfernte sich, da er die strengste Mäßigtest,«nd Enthaltsamkeit unaufhörlich empfahl, nicht nur ganz von der Le-bensart der üppigen und ausschweifendenAthenienser, sondern macht*Pch selbst die philosophischen Sekten zu Feinden. Man kann nicht»äugneu, daß er seine Strenge zu weit und bis ins Sonderbaretrieb: jedoch darf man darum den lächerlichen Erzählungen von seinerschmutzigen Kleidertracht, von seiner höchst unsittlichen Lebensweise,„nd von seiner beständigen Wohnung unter freiem Himmel, oder l»einem Fasse, keinen Glauben beimeffen; deun sie widerlegen sich säst"selbst dadurch, daß eöstlch gar nicht denk' n läßt, wie ein so uncrirag»sicher und verworfener Mensch die Achtung ganz Griechenlands viel*Jahrhunderte hindurch behaupten konnte; und selbst viele Anekdote",die sie von ibm erzählen, charaklerisircu ihn, wenn man sie aus de»>rechten Gesichtspunkte betrachtet, alS eine» verehrungswnrdigen Man»-Als Llerander ihn besuchte, und ihm eine Gnade anbot, ivll er (der„ach der gemeinen Erzählung damals gerade im Fasse saß) von i»"-„ichts weiter verlangt haben, als daß er ihm aus der Sonne trete»möchte. Er soll, als er einen Knaben mit der Hand Wasser schöpft"sah, sogleich sein Lrinkgeschirr als etwas überflüssiges zerbrochen b*'Lei,; seine Kleidung soll bloß in einem Mantel bestanden haben n. s.)*«In spätern Jahren hatte er basttnglück, nach einem erlittenen Schm'brnche von Seeräubern ergriffen und z» Eret« als Sklave an ei»*"Koriiither verkauft zu werden, in welcher Sklaverei er lange lebt*,such in einem hoben Alter gestorben seyn soll. .

Divmedes, ein Sohn des Todeus und der Dcypile, und K**nig von Argos. Einer der ersten und tapfersten Helden Griechenlands,war ein Haupranfüdrcr bei der Belagerung von Troja. Er erlege*hier sehr mele bedeutende Trojaner, zerschmetterte dem Aeuea»mit einem Steine die Hüfte, und wenn dieser nicht, der Fabel 5 "Folge, von seiner göttlichen Mutter (Venus) und zuletzt selbst «o"»Apollo in Schutz genvmmeu werde« wäre, so hätte er auch ihn gete»'