D,ip
Dir
2Z7
Dlppel (Joh. Kour.), ein Schwärmer, geboren zu Flauen-rein bn Darmstadt den 10. August l6qz, studlrce zu Gießen Theo-logie , dann aber Medicin, weil er die Fessel» der Orthvdorie nichtertragen konnte. Er irrte in verschiedenen Gegenden von Deutsch-land und HMnd umher, hielt zn Strasburg 'Torlesungen, undS"!g» weil er nirgends Ruhe fand, nach Däucmark. Hier ließ ergegen die Geistlichkeit so zügellos aus, daß er auf die^n>ei Lornhvli» gefangen gesetzt wurde. Als er wieder frei wurde,vegao er sich nach Schweden, und setzte sich daselbst durch glückliche^uren ,i, ein solches Ansehen, daß ihn der König in einer schwerenmrankheit zu sich nach Stockholm berief. Auf dringendes Anhaltenner Geistlichkeit mußte er das Reich als ein Religionsspvtter verlaf-ging dann nach Berleburg, und starb 1734 auf dem SchlosseAlttgenstcin. In seinen frühern Jahren taugten sein Herz und seinesssslten nickt viel. Bei aller Schwärmerei und Theosophie, wozu ihnfleißige Lesen des Jakob Böhms gebracht hatte, war er einer dergelehrtesten Männer, der die Widersinnigkcit mancher Dogmen destheologischen Systems seiner Aeit glücklich aber kühn aufdeckte, und«uch m der Chemie nicht gemeine Kenntnisse hatte. Er soll der Cr-mider des Berlinerblaus gewesen seyn, wenigstens die Ansammen-letzniig desselben theoretisch gekannt haben; auch bat er zwei sehrWirksame Heilmittel erfunden. Seine zahlreiche» Schriften gab er«uter dem Namen Olieisiiainl» l)«rnocit»s heraus.
Diptnchon, Diptych um, ein Griechisches Wort, welches«yniolvgisch dasselbe bedeutet, was Diploma, ein zwiefach Ausam-^ngelegtes. Die, Grieche» und Römer hatten nämlich unter meh-
elk i ^°nnen ihrer schriftliche» Aufsätze auch die, daß sie metallene,l^hbrinerne und hölzerne Täfelchen von einerlei Größe a» einanderAtzten, und mit einem Gelenke (Charniere) oder mit durchgezogenenfltlchen befestigten , um sie bequemer tragen zu kennen, oder ausdie andere gehen zu lassen. Diese hießen ursprünglichA'pwmata oder Diptycha. Jene und diese Benennung erhielten inIb erer Zeit andere Bedeutungen. Die Diptycha wurden wichtig in deryMstchen Kircbenverfassung, wo man deren drer Arten hatte; der^nchvfe, der Lebenden und der.Verstorbenen. In den ersten stan-zn Namen und. Leben um die Kirche verdienter Bischöfe; beidewurden an Feiertagen verlesen, und dieß gab Veranlassung zum Ka-?h>usiren. In den Diptvchen der Lebenden standen die Namen umKirche verdienter lebender Päpste, Patriarchen, Bkscböfe und->i,n rer Geistlichen, Kaiser, Könige, Fürsten und anderer Großen»am Behufe des Kirchengebets; in denen der Verstorbene» standeng.c, dem Herrn Verstorbenen, deren auch in dem Kirchcnqebete^etaust^^^' ^"derbem findet mau noch Diptycha mit den Namevr
direkt, gerade, gerade zu, geraden Weges, «n-siw °^dar; z. B. er ist direkte an den Fürsten gegangen (d. h. ohnedie « . " bi»e untergeordnete Behörde zn wenden). Direktion,l,ükj7"ung, Aussicht, Anordnung; z. B. die Direktion einer gemein-beim d. i. die Oberaufsicht über dieselbe. Desgleichen auch
auf ,^bkti.on die Richtung. Ein Ort z. B. liegt von dem Punkte,So ti/k ^ stehe, in gerader Direktion (Richtung) nach Morgen.Dir«-//- der Weg, nach welchem sich ein Körper bewegen kann, seineder diejenige Linie, welche man von dem Mittelpunkte
schwere eines Körpers oder dem Schwerpunkte auf den Horizont