Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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weine Arbeit mit Diskretion beurtheilen» d. h. mit Nachsicht oderWilligkeit. Die Sache will mit Diskretion behandelt seyn, d. b-mit Klugheit, besonders mit schonender Rücksicht auf die dabei ver-wickelten Personen. Er behandelt ihn, ob er gleich sein Untergebe-ner ist, doch mit vieler Diskretion, d. h. Bescheidenheit, Artigkeit-Achtung. Er bat sich der ihm gegebenen Erlaubniß mit Discreiivabedient, mit Mäßigung. Mancher Arme hat noch Ehrgefühl-wenn man ihm eine Wohlthat erzeige» will, so muß es mit Disc<r-kion geschehen, d. b- mit Schonung, so daß man ihn nicht beschämt-Für den Kriegsausbruch: sich auf Diskretion ergeben, sagt man au-V-sich auf Gnade und Ungnade ergeben. Dlscret, als Beiwort, bateine eben so verschiedene Bedeutung; im Allgemeine» heißt es, ruck'sichtnehmcnd; dann nach Beschaffenheit des Zusammenhangs: säst'„end, verschwiegen, bescheiden, besonnen, großmüthig u. dgl., z.ern diskretes Betragen; ein discreles Urtheil; eine discreteArt wolst'zuthun rc. Das Gegentheil davon ist indiskret, Indiskretion-Man verstehr darunter diejenige Art zu handeln, bei welcher mandem Andern schuldige Rücksicht zu nehmen versäumt; z. B. eS warst"*indiskret, ihm das wieder zu sagen, was ich ihnen als Freund nns°getheilt hatte, d. h. es war gegen die schonende Verschwiegenheit, »ckSie mir schuldig waren. Es war höchst indiskret, daß er von dt"Familienr»nständen des Mannes so öffentlich sprach, d. h. es war ga"'her ihm schuldigen Achtuna und Schonung zuwider. Ein Borgen»»'*-'der streng auf Ordnung hält und seinem Amte nichts vergibt,sich manches indiskrete (unbillige, unbesonnene) Urtveil gefallen l»'sen. Er hat die Indiskretion (Unbescheivenheit) gehabt, mich vor a»len Leute» zu mabnen. Und so drückt Indiskretion immer ein Betra-gen aus, das der dem Andern schuldigen Rücksicht, Achtung »ndrinng zuwider ist. — DiscretionStage, im Wechselrechce,NachsichtS-oder Fristtage, welche nach der Verfallzeit des WechstHzugestanden werden, und bei den Kanfleuten auch Respekttage gen«"",werden. Sie sind nicht auf allen Handelsplätzen gleich. Amsterdamz. B. gibt deren ü, Hamburg n, Leipzig keinen. Man nennt«och gewöhnlicher Respekttage. Es wird gewöhnlich als einchen von Jnsvlidirät betrachtet, wenn der Acceptaiit die Respektesbenutzt, und es ist daher Sitte, daß der acceptirte Wechsel gleis! reder ersten Präsentation bezahlt wird. Ueber den Unterschied, dergezogenen und eigenen Wechsel» in den Respekttagen S*"*ffndet, s. den Art. Wechsel. Wechselrecht. ...

Oi,on», war bei den Römern eine sogenannte Wurfsthe» 'An manchen Orten wird der Teller, worauf die Hostien beiConsecration liegen, Diskus genannt. Desgl. auch der mittenTheil einer Blüthe. .

Disrussio», hie Untersuchung, Erörterung. Dt.»"tireo, untersuchen, erörtern; z. B. wichtige Gegenstände, die iFrage kommen.

Disharmonie, der Mißklang, Uebelklanq (in derUneigentlich: die Uneinigkeit - der Zwist oder Zwiespalt; r-D-^-leben in Disharmonie. Disharmonische Töne, die zusanim"gespielt einen Mißklang verursachen. §„d

Disjunktiv, absondernd, trennend. In der Sprachlehredisjunktive Conjuiictivnen, absondernde Bindewörter, z, B- e»*der, oder; noch. Disjunktive, abgesondert. Disjun-tr»absondern, auseinander dringen, entzweien.