Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Dow Doy

Dow (Gerald) geh. zu Leyden i 6 ig, Sodn eines Glasers, undMaler. Er machte als Schüler des großen Membran» unter die-sem Meister bedeutende Fortschritte. Man kaun nichts vollendetere-sehen, als seine kleinen Gemälde, die er sich nach Verhältniß derdarauf verwandten Zeit bezahlen ließ. Sie waren so niedlich, daßman das Vergrößerungsglas brauchen mußte, nm die Arbeit daringenau zu erkennen; so zart aber auch seine Figuren waren, so warensie doch voll Leben und Ausdruck, mit frischem, kräftigem Colorit.Doch ließ er sich auch weder Ieir noch Mühe verdrieße». Sein Namewar sprichwörtlich geworden; wollte man die Vollkommenheit eines »Werkes bezeichne«, so sagre man : „ es ist geendiget wie ein GerardDow". Auch die fast unsichtbaren Details in der Natur übersah eknicht. Man hält ihn für den Erfinder der sinnreichen Methodegroße Gemälde m's Kleine zu reduciren, indem nian zwischen sich unddas Original einen durch Seidenfabe» in Vierecke eingetheilten Rah-men stellt und nunmehr die Partien des Gemäldes in eben so vielegezogene kleine Vierecke auf die Leinwand überträgt. Um seinen Far-be» mehr Glanz zu verschaffen, rieb er sie auf Cristall ab und machtesich seine Pinsel selbst. Seine vorzüglichere» Gemälde sind: ein a l-ter Mann, eine Feder schneiden d; eine alte Frau, diemit ihrer Katze spielt; die wassersüchtige Frau, (welchemit zo,ooo Gulden bezahlt worden ist und im Museum Napoleon sichjetzt befindet); sein schönstes Stück ist ebenfalls im Museum Napoleonund stellt seine Mutter vor, in der Bibel lesend, undseine ä lte Frau, wie sie voll Andacht zuhört. Außer-dem hat man ein einziges großes Gemälde, die Enthauptungdes heiligen Johannes, von ihm. Gerard Dow starb um dasJahr 1666 und hinterließ ein großes Vermögen, denn seine Werkewurden immer zu hohen Preisen gekauft. Seine Werke gehörenimmer zu den theuersten der Niederländischen Schule. Im Jahr l 8 v>)wurde em kleines Gemälde von ihm fürs königl. Holländische Mustuormit i 7 °oo Fr. bezahlt und in der Auction von Peter de SmitbAmsterdam, die im Jahr 1810 statt hatte, gingen die Gerard Do>v-mit am theuersten weg. 5 —10,000 Fr. war ihr gewöhnlicher Preis.Seine Schüler, Metzü, Schalken und Mieris sind ihres Meister-würdig. .

Dorologle, eine Verherrlkchungsfvrmek oder Lobpreisung de»höchsten Wesens, z. B. die Schlußworte des Vater Unsers: Dein istdas Reich rc. oder heilig, heilig» heilig ist rc. oder das Olo-ll-, Ehresey Gott rc. ..

Doyen (Gabriel Franz) ein Historien-Maler; geb-zu P-r>»1726; gest. zu Petersburg am z. Juni 1806 , »m 82. Jahre seine»Lebens. In seinem zwölften Jabre kam er in die Schule desVan Loo. damaligen ersten Malers des Königs. Die hervorbrechenden Talente des Auaben gewannen ibm das vorzügliche Wohlwolle"seines Lehrer«. In seinem 44. Jahre erhielt er schon den große"Preis der königlichen Akademie. Vier Jahre brachte er auf se>"^Weile durch Italien zu; in Rom war Cartone, in Neapel Soli«""sein Vorbild. In Paris krönte ihn der Ruhm, der vielen Neide»ungeachtet. Zwei Jahre lang hielt er sich in seiner Werkstatt verboggen; das große berühmte Gemälde: Virginiens Tod, war,"'Frucht dieses einsamen Studiums. Mit ihm brach die Morgenrot»

Von Drchen- Ruhm an. Alle wollten dieses Meisterstück sehen;