Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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öffnet; kaum vermag er noch eine Bewegung zu machen, er wirderquickt, und nun eilt Doyen in die Akademie, und bringt es durchseine überwiegende Beredsamkeit dahin, daß man seinem Schütz-ling, anstatt des vergebene» Preises, doch das Pensionat von Roi»verlieh.

Drache, der fliegende, vr-oo vol->ns. Dieser hat mit demeingebildeten Drachen der Alten nichts gemein als den Namen. Die-ses sonderbare Thier hat 4 Füße, wie eine Eidechse, einen Schwanz,und häutige, von den Füßen völlig abgesonderte Flügel. Was seMFliegen betrifft, so hat es damit keine andere Bewandtniß, als mitdem Fluge der fliegenden Eichhörnchen und Fische. Seine Flüge»dienen ihm bloß zum leichtern und sichern Springen von einem Bau-me zum andern. Der fliegende Drache ist nicht größer, als unseregemeine graue braungestreiste Eidechse, der er auch, wenn die Flu-gelhäute angezogen find, in der Gestalt gleicht. Sein Schwanz ist«och ein Mal so lang wie der Leib, und reihenweise mit Schup-pen bedeckt, welche Furchen bilden. Grün» blau, braun unsschwarz ist die Farbe des Körpers; an der Kehle hängt ein häu-tiger Sack. Insekten sind die Nahrung dieses Thieres, da»übrigens so unschädlich ist, wie alle kleine Eidechsen.Der fabelhafte Drache. Von diesem berüchtigten Unge-heuer gebt die Fabel fast so weit hinauf, als die Geschichte reich»«Man schilderte seine Gestalt so schrecklich als möglich, und gab ihmzum Wohnplatze beinahe alle bekannte Länder, insonderheit aberdas damals noch so unbekannte Indien und Afrika. Seine GrMgab man nicht leicht unter 20, oft aber auch ?c> Ellen an.letzterer Art war der Drache, der nach Aelian zu Alexanders ds»Eroberers Jette» in Indien lebte, und da göttlich verehrt wurde.Füße hatte er nach diesen Beschreibungen nicht, sondern wie Schla»-gcn bewegte er sich durch Windungen des Körpers fort. Der gaEKörper war mit Schuppen bedeckt und, nach Vielen, der Hals Eeiner Mäbne geziert. Uebrigens widersprechen sich diese Erzählunggen tast alle, und nur darin stimmen sie überein, daß der DrEvortreffliche Sinnenwerkzeuge, besonders ein sehr scharfes Gesich'habe, und Stärke legen sie ibm so viel bei, daß es ihm nur eineKleinigkeit war, einen Elephanten zu erwürgen. Seine Nahrungbestand im Blute und Fleische von allerlei Thieren; auch fraß er v"«schiedene Früchte. Das sonderbarste ist nur, daß dessen ungeacht"dieses furchtbare Thier gefangen und zahm gemacht werden könn»"wovon die alten Schriftsteller mancherlei z» erzählen wissen. D>»sen Fabeln scheint nun aber dennoch ein wirkliches ThierGrunde zu liegen, und wahrscheinlich ist dieses kein anderes amdie große Abgottsschlange (80» con-rriceor), die in Indst"und Afrika lebt, und zo bis 40 Fuß lang wird. Sie besitzt eMungeheure Stärke, würgt durch Erdrücken Schafe, Hirsche, Gaze»len u. s. w., und mag sich vielleicht gar an junge Elephanten >vagen. Der Drache des Mittelalters ist ein von diesem verschießnes Geschöpf der Einbildung. Man schreibt ihm vier LiwenM"einen langen, dicken Schlangenschwanz und einen ungeheuern Reben zu, au« welchem Feüerstammen strömten. In den Ritter»"»ffpielte dieser Drache eine Hauptrolle, und gehörte m«t zu den UMheuern, welche die bepanzerten Helden zu besiegen hakten. äwo möglich« noch atenteuerlicher. Diese Sagen wurden wasstsche""^