Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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durch mangelhafte Nachrichten vom Nkl-§rvcvdil, die ohne Zweifeldurch die Kreuzzüge nach Europa kamen, und übertriebene und falscheBeschreibungen unserer größten inländischen Schlangen veranlaßt. —Der elektrische Drache. .Das Spielwerk der Knaben, wel-che- sie einen Drachen nennen, hat Anlaß zu einer höchst wichti-gen Erfindung gegeben. Franklin bediente sich j„i I. 17 ;; des-selben zuerst als eines Leiter-, mn vermittelst desselben die Elektri-cität der Luft oder der Wolken herabzuziehen, weil er damals nochnicht wußte» daß aufgerichtete spitzige Stangen dieselben Dienste»isteten. Er verfuhr dabei auf folgende Art: ein große- seidenesTuch wurde über L kreuzweis über einander liegende dünne Stäb-chen von Holz ausgebreitet, und so befestigt, daß es der Wind nichtZusammenrollen konnte. An einem Stäbchen befestigte er eine hän-fne Ech»ur, an deren Ende unten ein Schlüssel angebunden war.So ließ er den Drachen bei dem ersten aufsteigenden Gewitter durchden Wind in die Hohe kreiden. Eine vielversprechende Wolke warbereits ohne alle Wirkung vornbergestrichen, als Franklin aufeinmal einige lockere Faden oder Faser» an der Schnur in die HoheZeigen und von der Schnur wie vor einander selbst fliehen sah.

diesem Augenblicke berührte er mit dem Knöchel eines seinerDinger den Schlüssel, und erhielt sogleich einen deutlichen elektri-schen Funken. Diesem folgten mehrere, und als die Schnur naßund also ein besserer Leiter geworden war, sammelte sich die Elek-tricität sehr häufig in dem Schlüssel an. Ohne Franklins Ent-deckungen erfahren zu haben, stellte de Romas in Frankreich einxt«hr später ähnliche Versuche an, «nd brachte mit seiner Geräth-tchaft eine so beträchtliche Menge Elektricität herab, als weder vor??ch nach ihm Jemand vermocht hatte. Anfangs betrachtete manelektrischen Drachen bloß als Mittel, die Elektricität der Ge-witterwolken zu untersuchen; in den neuern Zeiten fing man aber7"ch .an, durch sie die tägliche Luftelektricität zu beobachten. Hier-zu nimmt man am schicklichsten die papiernen Drachen, vier Fuß"og und etwas über zwei Fuß breit. Einen solchen Drachen über-saht man unten mit Firniß, oder tränkt ihn in gesottenem Leinöl,bomit er vom Regen nicht verdorben werde. Die Schnur, woraufb?s meiste ankommt, muß ein guter Leiter seyn. Cavallo fandnnen unechten» mir dünnem Bindfaden zusammengedrehten Gold-raden ,m tauglichsten. Man läßt nun den Drachen in die HöheZeigen, zieht die Schnur desselben durchs Fenster in ein Zimmer,Met eine starke seidene Schnur daran, und befestigt das Endet/ß*'ben auf einen schweren Lisch, auf welchen ein kleiner isolirter»?nductvr gestellt und mit der seidenen Schnur vermittelst eincs. rahtes verbunden wird. Auf einem gläsernen, mit Siegellack^erzogenen Stative stellt man ein Elektrometer so neben den^vnductor, daß es denselben berührt. Diese- Elektrometer zeigtu°2> ^ Stärke der in der Lust befindlichen Elektricität an. Allemdie ^mer zu solchen Untersuchungen und Beobachtungen sind«ervstatlschcn Maschinen.

Sssri^rochen blut, ein blutrothes Harz deS Drachenbaums inbrau^e""^^'"^bn, wird zur Arzuei und auch znr Maleret, ge-vvraekil^Dbk Name kommt von dem alten Mahrchen her, daß dersaua, - Drache mit Elephanten streite und ihm das Blut aus»aber dgsür ihm erdrückt werde, «nd so beider Blnt