Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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r»a«) h.i. ganz durchsichtige, und in Halbedelsteine (l.»pic!s>pr«rio-i)oder halbdurchsick'ttge ein; indessen findet bei dieser Eintheiln»- vielWillkührttcbes statt. Eben so ist es auch mit der gewöhnlichen Rang«vrdnung, die folgende ist: der Diamant, der Rubin, der Gap»phir, der Topas, derSmaragd, der Amethyst, derGra-nat, der Hyacinth, der Bervl, der Chrysolith, derCar-neol, der Cha lcedon, der Achat, der Opal, derOuyr, derSardon yr, der Lasurstein und der Tur maliv. Es gibt keinsicheres Kennzeichen, nach welchem sich die Rangordnung dieser Steinebestimmen li'ße, denn ihr Werth beruht auf zufälligen Umständen:so kann es z. B. sehr kostbare Rubine geben, die man einem unreinenDiamant weit vorzieht. Sonst setzte man im System die Edilstcineins Kieselgeschlecht. Jetzt hat der härteste unter allen, der Diamant,diese Stelle verloren, nnd steht unter den brcnnlrchen Materialien.Sie dienen hauptsächlich znr Pracht. Dazu gebrauchte man sie schonim höchsten Alterthume, doch verstunden die Alten noch nicht sie zuschleifen, sondern sie theilten ihnen dadurch einen größer» Werthmit, daß ihre Steinschneider sehr künstliche Figuren darin eingruben,welche theils Gottheiten, theils religiöse Gebräuche, theils die Bild-nisse lurühmter Männer vorstellten. In dieser ersiaunenswürdigenEteinschueideknust hatten .6 die Griechen und Römer am weiteste»gebracht. Sie wurden in Ringe gefaßt und an den Fingern als Schmuckgetragen, oder in Petschaften zum Siegeln gebraucht, oder mau be-setzt auch kostbare Vasen dann«. Unter den in Italien veranstaltetenSammlungen von tastbaren geschnittenen Steinen aus dem Alter-thume übertrifft die konigl. Preuß. in den beiden Tempeln nahe beidem neuen Palais unwett Sanssouce alle übrigen. Bei uns werdendie meisten Edelsteine auswanchcrlci Weise geschliffen (Art. Diamant);in Ringe und dergleichen gefaßt und als Schmuck getragen, oder zurB setzung kostbarer Dosen rc. gebraucht. Auch gibt es bei uns meh-rere Künstler, die den Alten im Eingraben der Figuren nacheifern.Die schönsten und köstlichsten Edelsteine kommen aus Ostindien; dochübertrifft der Böhmische Granat den Orientalischen an Härte undSchönheit. Anst rd> m trifft man diese Steine auch noch in andern Län-dern Asiens, in Amerika (besonders Brasilien) in vielen EuropäischenLändern und in Deutschland an. I" unsern Jetten versteht manauch die Kunst, künstliche Edelsteine zu verfertigen, die an Glanzund Farbe den naiürlichen so gleichen, baß Äcnneraugen erfordertwerde», um die TäuscyUng zu entdecken. Es werden dazu metalli-sche Glasarten angewendet, welche sich im Flosse mit andern erdige«und salzigen Gläsern vermischen, und ihnen ihrer verschiedenen Natur«ach verschiedene Farben mittheilen. Die Grundlage dieser künst-lichen Edelsteine muß ein reines, durchsichtiges, hartes Krystallglasseyn, wozu auch Bleikalk kommt, der das Glas noch dichter, aberauch leicht flüssiger macht. Je härter.diese Steine, je lebhafter undreiner ihre Farbe und je gleichförmiger die ganze Masse ist, woraussie bestehen, desto schöner sind sie. Die Feile, der keiner dieserkünstlichen Edelsteine widersteht, zeigt bald ihren Ursprung. AuchHad-m die echten Edelsteine ein größeres specifisches Gewicht.

Cden, ein Lustgefild; nach Moses der Wohnort des erstenMenschenpaars. Dichterisch pflegt eine paradiesisch schöne Gegend,wie auch der künftige Aufenthalt der Seligen Eden genannt zu wer-de«. S. auch Paradies.

Edendurg, Edinburgh, die Hauptstadt in Schvttlanh, große