Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
332
JPEG-Download
 

fred auf dem Throne gern sehen wollte» ließ den armen Eduard er-morden. Als er einst von der Jagd zurückkam, befand er siiv in derNähe eines Schlosses, das Elfride bewohnte; sehr erhitzt entfernte ersich von dem Gefolge, ritt an das Tbor ves Schlosses und verlangteeinen Trunk. Unter taufend Schmeicheleien bcwillkommte ihn E>-fride, aber während er trank, ward er auf ihren Befehl von hintendurchstoßen und auf der Stelle todt, stürzte er vom Pferde zu dc»Außen der Grausamen nieder. Dieß begab sich am iz. März y? 8 , i"Eduards 15. Lebenslabre. Die Römische Kirche sprach ihn als Mär-tyrer heilig, ob er gleich nicht für die Religion gestorben war.

Eduard I., König von England, geboren zu Winchester 1240,gest. zn Carlisle am 5. Juli izo? im 68 . Jahre, Solm Heinrichsund der Eleonore vou Provence, und einer der merkwürdigsten Königeaus Englands Vorzeit. Er befand sich eben in Verbindung mit del»heiligen Ludwig auf einem Auge gegen die Ungläubigen, als der Todseines Vaters (1272) ihn nach Europa zurück und auf England»Thron rief. Auf seiner Reise dabin durch Frankreich leistete er demKönig Philipp lll. die Lehnspflicht wegen der Englischen Besitzunge"in Guieone. Er eroberte hierauf die Provinz Wallis von Trost"(ir 8 z) und legte durch einen Vertrag mit König Philipp dem Schö-nen von Frankreich die Streitigkeiten wegen Saintonge, Limousin,Luercy und Pengord glücklich bei. Im folgenden Jabre cmpsiug e-die Lehn da'über- Unter ihm erhielt England eine andere Gestalt. C-wußte das unruhige Gemüth seiner Nation in gewissen Schrankenhalten, ihre Industrie zn beleben und ihren Handel empor zu hcbcn-Eduards Kriege gegen Schottland und Frankreich wurden die uner-wartete Veranlassung, daß der Englische Sraar aus seinem Nicht»hervorgezogen ward und eine politische Cristenz erhielt. Als näm-lich Aleranver >li., König von Schottland, gestorben war (1286)ward unserm Eduard übertrage», unter 12 Bewerbern um jene Kronezu entscheiden; er forderte zuvor die Lehn von diesem Reiche, un»ernannte dann Johann Balivl zum König, als seinen Vasallen. Dochdie Oberlel'nsherrlichkeit gnügte dem Ehrgeize Eduards nicht — dckvolle Souverainetät wollte er besitzen. Er wendete alles an, umBalivl entthronen zu können — als Aufrührer wollte er ihn vorGericht ziehen. Die Klagen einiger Unzufriedenen gaben ihm Ver-anlassung, den König vou Schottland vor Englands Tribunal zu for-dern, indem er ihm nicht einmal gestalten wollte, sich durch eine"Prokurator vertheidigen zu lassen. Doch Balivl beschloß aufStelle, das empörende Joch abzuschütteln, und verband sich gEEduard mit Frankreich. Dieser, im ganzen Gefühle der Kraft, vi-er zwar hatte, aber auch der, deren er noch bedurfte, um zwei KAuige zu besiegen, machte seine Sache zur Sache der Nation; er ri-iDepilierte zusammen, um die nöthigen Auflagen zu bewilligen;ist gerecht und billig/' sprach er, „daß das, was Alle angebt, «umvon Allen gebilligt werde!" Aber bei dieser Gelegenheit lernten o>-Abgeordneken der Gemeinen auch ihre Kraft kennen. Sie forderte"vom Throne die Abstellung aller Beschwerden des Volks und 0 -Feststellung deS Rechts der Bittschriften. Eduard erhielt »»»,o>-nothigen Verwiüi ungen, und bald sah er sich an der Spitze emeArmee. Jetzt verlangte er von Balivl die Stellung seines Truppen-Contingenres, um den Einfall abzuwehren, womit England v°"Frankreich bedroht wurde; aber Baliok, durch den Papst Eklest!» i-»