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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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«es Lehneibes entlasse», verweigerte jeden Beistand; doch er wardvon Eduard geschlagen, bei Dunbar gefangen genommen, und nununterwarfen sich die Schotten dem Sieger. Der unglückliche Königverlebte zwei Jahre als Gefangener im Thurme zu London, und gingdann als Privatmann nach Frankreich. Unbedeutende Händel zwi-schen einem Eng ischen nnd Französischen Schiffer veranlaßte» ti2yz)zwischen beiden Starionen einen Krieg, den Eduard begann, indemkr mit zwei Armeen in Frankreich eindrang, und welcher mit einerDoppelheirath, zwischen Eduard und Margarethe von Frankreich und«einem Sohne Eduard und Jsadclle, der Tochter Philipps des S<dö»uen (,2y8) firh endigte. Die Schotten hatten unterdessen Eduard-Abwesenheit benutzt, um sich frei zu machen. Dieser warf sich mitEr Macht ül>xr sse her, und nach einem blutigen Kriege ward der-König von Schottland (izoz) gefangen genommen, in den Thurmvach London gebracht und genöthigt seiner Krone zu Gunsten desSiegers zu entsagen. Von jenem Moment an schreibt sich die Abnei-gung zwischen den Engländern und Schotten, die noch nicht ganzerloschen ist, her. Drei Jahre darauf (izob) ergriffen die letzter» auf-ueue die Waffen, befeuert von einem heldenmütyigen Anführer, Ro-bert von Bruce, Sohn von Baliol; er verjagte die Engländer, underhielt die Krone von Schottland auS den Händen des Volks.Eduard, wüthend über diesen Streich, war eben im Begriff in Schott-land einzufallen, als der Tod ihn ereilte. Sterbend noch übertruger seinem Sohne Eduard die Bestrafung der Schotten; „tragt meineGebeine vor ench her," rief er noch aus, „die Rebellen werde«ihren Anblick nicht ertragen!" Aus den Englischen und Schottische»Historikern kann man unmöglich ein treues Bild von Eduard entneh-men; jene erheben ibn, diese satprisiren über ihn. Muth, reine«Uten, Gefühl für Billigkeit waren seine Tugenden, und ein schar-i" Blick mit vieler Beurtheilungskraft bezeichnete seinen Verstand.Aber ex war rachsüchtig und grausam. Man nannte ibn den Eng-lischen Iustinian, und bedeckte mit diesem schönen Titel einige«lecken seines Lebens. Sein Einfluß auf die Staarsvcrfassung Eng-lands war sebr wichtig. Das Parlament erhielt eine neue Gestalt,ifugesähr wie seine heutige. Die Titel „Pair" und „Baron" er-hielten nur die, welche in das Oberhaus kamen. Er verordnete, daß?edc Grafschaft oder Provinz zwei Ritter, jede Stadt (Eir^) unl»leder Flecken zwei Bürger zum Parlament abschicken solle; die Kam-mer der Gemeinen begann an der Stcuerangeleaenheit Antheil z«vehnien, und Eduard verlieb ihr eine gewisse innere Stärke, zum Gleich-»eivlcht g^en die Gewalt der Barone. Dieser Fürst war dazu ge-!""cht, um diese Volksrepräsentation, die einzig ist in der Welt, s»lftznstcllen. Er verband mit der Festigkeit, die nichts fürchtet, dieMk Gewandtheit, znr gehörigen Zeit zu schonen. Nur auf dieseAE konnte ein Gouvernement für die Dauer sich bilden, das ei«'"tsanies Gemisch von Demokratie, Aristokratie nnd Königthum ist.

Eduard Ilk., König von England, Enkel des vorhergebende«^Erds l., geb. zu Windsor tzi2, gest. den 2Z. Juli 1377. Rach-' wrig und grausam, wie sein Großvater eben i» klug, nnd größer

Feldherr. Er war es, der durch ein Manifest den Titel:l«, von Frankreich, England und Irland, annahm,der den Orden des blauen Hosenbandes stiftete,ui. begann mit der Eroberung Schottland- gegen Jvhan»

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