Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Ihr Charakter ist durchaus Naivetät, die stets mit der Unschuldverloren geht (s. Naivetät). Wie die Naivetät dem Künstliche»entgegen aesetzt ist, so ist auch Einfalt in der Kunst ein Anschein m>»Kunsilosigkeit und Natürlichkeit. An kunstlosesten Zusammenstimme"aller einzelnen Theile eines Kunstwerks zur Lokalität besteht dieästhetische Einfalt. Verschmähend alle Mittel, wodurch ein stete»Hinblicken auf das Gefallen die Aufmerksamkeit an sich zu reisten sucht,nie fremden Anivderungen horchend nvw dem Zeitgeist stöhnend,spricht die ästhetische Einfalt ihre innerste Seele anspruchlvw aus,und wartet ruhig auf die Seele, die sie verstehe. Nie gibt sie meist»als eben der Zweck erfodert; Ihre Kunstmiltel sind die einfachste"'ihre Anordnung > imd Verbindung ist. die faßlichste; nie sucht wBeifall ani Nebenwegen zu erschleichen- ist fern von allem Gesuchte",allem Prunk, aller Ueberladung. Sie ist nicht reich Und blendet nicht,aber sie ist sicher, tüchtig, wahr und innig. Ihr Gang ist ein gerad»fester Gang zum Ziele; überall zeigt sich eine gewisse kindlicherichtiakeit. Auch von der ästhetische" Einfalt kann man saaen, daßsie mit der Unschuld verloren gehe, denn bei den Modernen ist'werworben, künstlich, hei den Alken war sie unwillkübrlied; schon denRömern wurde es schwerer, diesen Geist ihren Werken einzuhaUche"'Zu weihgeiriebene Einfalt gränzt übrigens an Trockenheit uüd Steiftheit; am verdienstlichen ist sie bei sonstiger Füllel

Eingeweide, beißen alle innern weichen Theile des lhierischs"Körpers oder die Werkzeuge des Lthmens und der Verdauung, diesich innerhalb der Brust- und Bauchhöhle befinden. Man verstEauch wohl unter Eingeweide bloß diejenigen'Theile, welche im Unft^leibe liegen. Für den Arzt ist die Kenntniß derselben, die man t"der Anatomie (Zergliederung) des thierischen Körpers erlangt ^ Eaußerordentlicher, Wichtigkeit. Die Wissenschaft selbst heisst dckSplanchnol'vgre oder Eingeweidekehre. .

Eingeweidewürmer, die, sind solche, welche in den ElMgewciden vieler Thiere aus allen Gattungen und Geschlechtern g<i""°den werden. die in ihneü erzeugt oder ausgebildet waren, worüberman noch nicht ganz einig zu seyn scheint. Ihre Gestalt ist sehrschieden, so auch ihr Sitz; beinahe eine jede ThiergattungGesch eckt hat hierin seine Eigenheit. In unsern Tagen beM"",man sich unter die vielen Arten von Eingeweidewürmern eine stre"'gere Ordnung zn dringen, was den beiden größten Wurmkenist'»Herrn Rudolphi zu Berlin und Bremser zu Wien gewißgelingen wird. In dem Menschen, der uns am meistenunterscheidet man gemeiniglich drei Gattungen: i) äso-Visdriootäs». Spulwurm mit silier glatten Oberfläche, drei Warzen um die Mundoffnnnq, einer weißrotblicheo Farbe, ild lang""'dwrin hat er mit dem Regenwürme Aebnlichkeit, er hält sich i" " „dünnen Därmen auf, und hängt sich oft so fest, daß er ganz mit diese" vc>wachsenui seyn scheint. 2 )üe,osiiis vormieulari,. SPtl"!^wurm, gemeiniglich Äscaride genannt, er bat die Länge "vn -bis ZIvlles, ist wie einZwirnsaden dick. sieht weiß aus, und hat nw"sckwarzei, Kopf. Sein Sitz ist am Eingänge des Afters mid inMitte, erregt dort durch sein Bewegen'und seine oft unglaubliche Me>w.ein mehr oder weniger heftiges Jucken, auch Ncrvenzufälle, leibst 'lepsie und regt sich gewöhnlich beim Schlafengehen; jedes Alter >»Geschlecht ist unverschont. z) Toni», auch Tssnis, Bandwurm, "tei scheidet sich von dem vorigen hinlänglich durch seinen gegliederten e