Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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- ^öpferische Einbilhungskraft zu bewirken sey,. Daß sieschöpferisches Vermögen, seibstlhäiig Büder ynh Idee»dkn« » i" erzeugen, besitze, leb« jeden sein eigenes Bewußtseyn,^um wird einer von der Natur so sehr verwahrlost seyn, daß"M Wesen, ;Scenen, Lagen, Zustände soilie dichten können,">e erlebt hat. Unendlich verschieden aber sind v»e Grahe diese->,/, 7 ^tischen Vermögens der Einbildungskraft, und nur in seinen««!>/» Graden, wo es eigeutbumlich. Formen und Eharactere zu cr-1u ' "" Mannigfaltiges von Begebenheiten, Bilden, und Ideen,rna» ? kür die Vernunft zmeckmäßigcil.Ganzen zu verknüpfen ver-kann man es als eine entschiedene Anlage zuraunst ansehen,dwm '"^e). Alles kommt hiehei an auf da« Jdealisiren, auf?/tgeseüschaftung der Ideen und Bilder, und die Lota-

,5. »er Darstellung, welches alles nur durch EinbildungskraftL ^ üud erreichbar ist, S. daher diese Artikel, und vergl.schöne Kunst. Poesie.

bar . ^alt. Einfältig bedeutet ursprünglich was nur Eine Faltes'?,' »»» >st also dem Vielfältigen und Mannigfaltigen eutgegrnge-""E ^as.leicht Uebersehbare dem Verwlckeiten (Jntrlkaten),t, zu Uebersehende», zu Erkennenden. Man kann es in inkel-moralischer und ästhetischer Hinsicht betrachten. Wird diedem Verstände zugeschrieben, so bezeichnet sie einen solchenein- , N der durch die engen Schranken seiner Verstandeskräsle änfnen solchen Wirkungskreis deschränkr ist, der nur einen, oder we-nig,.' mchfsehr "ugleichartige, und in keinen verwickelten Verbäit-wisl^u einander stehende Gegenstände cnchäle, Zu dieser Hinsichtn„,°.^msa!t stets als Fehler gerechnet, nicht aber also in moralischerMrUicher Hinsicht. Den moralisch Einfältigen nennt nian auchkunfi i?»» schjich em Herzen, einfacher Sitte, seine Bosch,än-tve^ ^/rmvilllg. Wer einfältigen Verstandes ist, karrn nicht nachieaussrhenden und verwickelten Absichten handeln; wer einfältigen'b' nicht. Der Hininie seines Gewissens folgend.

>»eit er nicht über seine Pflichte», und übt sie aus, unbeküm-,in 2 den Grund derselben, über welchem der Philosoph sich dsdLeb verwickelt und den der Weltltvg gern untergtube. Seimsin« zeichnet sich aus durch eine solche Uebereinstimmung der Ge-z, "ßWn und Handlungen, welche alle entfernten eigennützige» Ne»d,"^sichten ausschließt, wobei denn fre-lich seine Einfall des Hcrzen-D„-,Deltklugen als Einfalt des Verstandes erscheinen mag. Der

tia,^ an Verstände ist dem Gewandten, Pfiffigen, der Einfäl-le an, .».s, Polirik,

b->. " chN iurchren; der mora»,», --- -. . .

^»«Würdigkeit das Herz zu gewinnen; er gewinnt " aber, vhnee-t» wollen, denn auch hstr ist er frei von Absicht. Damit Blödsinn-M mit Blödsinn diese Einfalt verwechseln möge, hat Lavater sie-. Wenigen, aber treffenden Zügen charakterisier, die tch Nicht «mhm""" Mitzutheilen.

Sie stebr so willenlos, so voll von Wellen,

So lässig da, so fest, so frei und sicher;

Sie will so nichts mit allem ibrem Wollen,

Sie will so viel, doch zwanglos nur und heiter.

Der Gute darf mir ,hr wie mit na selber,

Die Schwachheit darf mit Znpersichk sie spreche».