Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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z6K Eis

den flüssigen überzugehen, welches man das Austbanen des Eistsnennt. Bei einer Temperatur über dem Eispunkte verbindet sichWärmestoff mit dem Wasser und macht es flüssig; im festen Zustandeentfernt sich der Wärmestoff, die Wasserlheilchcn treten »aber »»einander» und so entsteht daS Eis. Das Gefrieren des Wasstrs G«ine so auffallende Erscheinung, daß die größten Naturforscher es derMühe werth achteten, Untersuchungen darüber anzustellen. Bcobaw'let man dasselbe in einem mit Wasser angefüllten Glase, wel-resLer Frvstkaite ausgesetzt wird, so bemerkt man zuerst auf der d»kalten Luft ausgesetzten Oberflache des Wassers ein Eisblärrchcn reu 'großer Dünne und Feinheit. Bald sieht man feine Sissaden entste-hen, die wie Strahlen aus den Seiteuwänden des Gefäßes hervor;^schießen scheinen, und mit ihnen selten rechte, sondern fast ii»»"'rstumpfe und spitzige Winkel machen. Aus diesen Strahlen lchei»^immer wieder neue »u schießen bis die ganze Oberfläche des Wasst>»-mir einer einzigen Eisdecke belegt ist. Während der, Zeit steigenLeim Sieden eine Menge Luftbläschen, nach oben, die beim lanEwen Gefrieren aus dem Wasser fortgehen , bei plötzlichem aber«ingefrieren und durch ihre Ausdehnung bisweilen Riffe im Eise v»Ursachen. Das Eis nimmt einen .größer» Umfang als das WEein, obgleich sonst die Kälte zusammenzieht. Es ist ein phpsikalisw--Irrchumwenn manche glauben, daß das sogenannte.GrundeisZ>em Grunde der Flüsse entstehe und erst nachher oben- scknvimnn'sondern es bildet sich am Rande oder den Ufern, und der Sttf'reißt es fort. Eine allgemeine bekannte Erscheinung ist es, daß w»stehende Gewässer eher gefrieren, als fließende. Doch schlint e». -vollkommene Ruhe dem Gefrieren auch nicht günstig zu stv»«lbenn man bar die Erfahrung, daß ganz ^ruhig stehendes W»»',hoch nicht gefror, obgleich seine Erkältung bereits lief unterEispuncte war ; eine kleine Erschütterung war hinreichend, umWasser sogleich in Eis zu verwandeln. Da das Eis fpcc.fisck leiEals das Wässer ist, so schwimmt es in demselben. Mecrlvaw.und überhaupt alles Saljwasser gefriert schwerer, weil das Salz » ^andere Beimischungen den Wärmestoff länger an sich halte«.sondert sich beim Gefrieren das Salz von dem Wasser ab, «ud st"§zu Boden, so daß das Eis aus Meerwasscr ein reines trinke»*Wasser liefert. Dennoch aber bringen die Salze an sich eine growKälte hervor, und durch Hülfe derselben kann man dem Wasser en äGrad von Kälte geben, der den des Eispuncts noch übersteigt, , . .wobei das Wasser dennoch flüssig bleibt. Hierzu sind die meisteninsonderheit aber Salpeter, Salmiak und Küchensalz geschickt)sie kann ma« im Sommer oder über einem Feuer eine Käste»ringen, durch welche das Wasser gefriert. - Auf diese Art erbA'V.,,künstliches Eis, wenn man reines Wasser in schicklichen GeiE"chen erkältenden Mischungen aussetzt. In unserm Klima ist.stigkeit des Eises desto größer, je dichter es ist, und je wenigeres in sich hat. Aber auch die heftigere Kälte gibt dem Eist eme » ^ßcre Härte und Festigkeit und man kann das Eis derkaum mit dem Hammer zerschlagen. Im strengen Winter Nstosw eman zu Petersburg aus dem Eise der Newa ein Palais, welches ^Fuß lang, i6j Fuß breit und ro Fuß hoch war, ohue da« durw ^Last des Daches, welches gleichfalls aus Eis bestaub, .das .Vms.^des Gebäudes im mindesten wäre verletzt worden. Die Essn ^aas dem Flusse wurden ngch Crfotderniß ausschauen, verz»e»