Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Eis

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nach den Regeln der schonen Baukunst an einander gesetzt. Vor demPalais standen sechs Kanonen von Ei«, dir auf der Drehbank gemachtwaren, mit ihren Laveltcn und Rädern ebenfall« von Eis, und zwe,Mörser, die eben so, wie die gegossenen, gearbeitet waren. DieKanonen harten die Größe der Scchspfundcv, welche gewöhnlich mitdrei Pfund Pulver geladen werden; man lud sie aber nur mir) Pfund,und brachte eine stugel von gestopftem oMf,, bisweilen auch eine ei-serne hinein Die Kugel durchbohrte in eurer Entfernung von 6c>Schritten ein Biet von zwei Zoll Dicke. Das Eis der Kanonen konnte«ach dem gewöhnlichen Verhältniß nicht viel "her drei bis vier Zolldick seon. und dennoch widerstand es der Gewalt der der Erplo„on.

-Eis, künstliches ; schon in den ältesten Zerten wurden Eis nnchSchnee für ein wichtiges Erquickungsmiltel gehalten, und schon betden Griechen und Römern wird desselben, als einer Leckerei erwähnt,die z» den Ergeh,>ngen d-r Reichen geborte. Sie bedienten sich ver-schiedener Mittel Schnee rmd Eis sehr lange zu erhalten und ihre-Getränke abzutühlen, doch harren sie es in dieser Kunst bei weiter»^icht so weit gebracht, a!s wohin man in unsern Tagen gelangt ist.Letzt kennt man die Mittel, künstliche Kälte hervorzudringen. Gründed" Physik iebrcn, was die Erfahrung bestätigt, daß bei der Ver-dunstung irgend einer Msstgke'rr Kälte entsteht. Ein Thermometerr. B. welches in freier Lust nah erhalten wird, fallt, so lange dieVerdunstung dauert. Mit Vitrioläther und noch besser mit Salpe-ftracim kaun man auf diese Weise mitten im Sommer und bei denEhesten Tagen künstliches Eis hervordringe«. Auf der Auödüustunr"einher auch das in 'Ostindien zu Calcukta und an andern Orte»gliche Verfahren Eis zu machen. In den Ebene» dortiger Gegen-°e» kennt man Schnee und Trost nickt, um aber bei der Hitze des«vnimers ein Kühlmigsmittel zu haben, holt man im WinterSchnee und Eis von hohe» Bergen und wirft davon etwas i» kleine,üa<de, irdene, uuglasürre Pfanne», die bei Sonnenuntergang MirGaffer gefüllt werde». Diese Pfannen stellt man in zwei Fuß tiefe,chn trocknen, Sikob bestreute Grude» und läßt sodann der Ausdün-nung ihren Lauf Bei bester Wilteruna wird durch die Ausdünstung,'"»bei ein Theil deS Wassers in den Pfannen in Dämpfen aufsteigt,zurückgebliebene» Wasser so piel Wannestvff entzogen, daß das-Me mir ^h,fe heg darin schwimmenden Schnce's völlig zu ErSwird.^us diese Weise vermehrt man diese fühlende Masse, welche sodann"»r Sonnenaufgang in tiefe Eisgruben gebracht nnd für den Sommer, ssbewahrt wird. Um die Mitte des sechszehuteu Jahrhunderts kamk?.Jtalicn die Gewohnheit auf, das Getränk durch Salpeter abzu-Mstm. Späterhin kam man auf den Gedanken, die Kalte deSSchnee'« nnd Eises durch Beimischung von Salpeter zu vermehren.,7"? und nach trieb man die Bereitung des künstlichen Eises immer^'ker. und was anfangs vielleicht nnr ei» Spiesiverk und! Versuchwurde nachher ein Gegenstand des LuruS der Großen und Rci-Im Anfange des siebzehnten Jahrhunderts brachte man schon,,?"nkbecher aus Eis und in EiS cingeftvrncs Obst an, die Tafeln.M bald nachher singen die Franzosen an, allerlei wohlschmeckendeUanzensäfte gefrieren zu lassen, und sie znm Rachtifch aufzusetzen.KnnA kam erst um die Mirre des acbtzehnlen JahrhundertsD.'ucfwlMb und wird jetzt überall ausgeübt.

'Eisbär, der (Pvlarbär, auch der weiße Bär genannt)^onv. Lep, Zweirer Band. A a