?70
Eis
ist eine ganz besondere Gattung von Bären, indem er einen länger»,schmälern Kopf und gestreckter» Hals, als der Landbär hat, auch durchkurze abgerundete Ohren, fürchterlich große Zähne und überhaupt l«der Größe und Stärke ganz von diesem sich unterscheidet. Buch sei»Haar ist mehr wie Schafwolle, lang, sein, weich ic. Uebrigens wirder als sthr grausam geschildert; und, von Fischen, Seehunden, Ren»-thieren ic- lebend, hält er sich nur aus dem kälteste« Theile der nörd-lichen Erde auf. Die Grönländer verzehren sein Fleisch mit vieler«Appetit und hetzen ihn theils mir Hunden, theils erlegen sie ihn w»Harpunen.
EiSbvcke, Eisbrecher, nennt man die starken hölzernen odergemauerten, nach dem Wasser schräg zu laufenden Pfeiler au de»Jochen der Brücken, um die Gewalt de» Eises zu brechen. ^
Eisen. Dieses durch seine Eigenschaften unschätzbare Met»»wird fast in jedem Lande der Erde angetroffen. Man findet es »»^selten gediegen, sondern meisteiitheUs vererzt und verkalkt.
Farbe des Eisens ist nicht immer gleich; reincS Eisen (Frischeisen)fallt aus dem Stahlgrauen ins Silberweiße; andere Sorten hiugegs»fallen mehr ins Bläuliche oder Grane. An Härte übertrifft das E>'sen alle Metalle: es besitzt die stärkste Elast cität, uäd schmilzt na«der Platina und dem Braunstein am schwersten. Nur »om Goldewird es an Zähigkeit überlroffen. Reines Ellen besitzt eine unglaub-liche Geschmeidigkeit, und läßt sich zu kleinen Fäden ziehen, daß i»a»die feinsten Schmuckarbeiten daraus verfertigen kann. Wenn eSzunt Astißalühen erhitzt ist, läßt e« sich bequem hämmern und zuia«"Menschweißen, wodurch zwei verschiedene Glücken so fest verbündt»werden, als ob sie durch Schmelzung vereinigt wären, wobei sichCisenkalk (der sogenannte Hammerschlag) absondert. Da Luft »».Feuchtigkeit das Eisen angreift, so überzieht man es mit andern Mf-»allen, mit Firnissen rc. Alle Säuren wirken auf das Listn »»,.bringen mit demselben ganz eigene Erscheinungen hervor. Eine u>cl^würdige Eigenschaft desselben ist es anch, daß es vom Magnet a»^'zogen wird, und selbst zu einem Magnete, der anderes Eisen anst^''gemacht werden kann. Man schmelzt das Eisenerz in H ohenoif»ein. Diese sind nach Beschaffenheit der Unistände 20 bis zo Fuß b»«"und haben eine doppelte, vier bis sechs Ellen dicke Maner. So >"»,man merkt, daß der Herd eines solchen Hobenofens voll gcschmoi»^neu Eisens ist, so öffnet man ein Loch, welches in dem Herd a»S -bracht ist, und bis dahin mit Lehm und Ävhlengestübbc verstopftund läßt das Eisen in einer dazu von Sand gemachten Rinne,sich auf der Erde befindet, herauslaufe». Wenn das Eisengelaufen ist, folgen die Schlacken nach und wenn diese zu fließen ab-hören, verstopft man das Loch (Auge) wieder, und schmelzt von neuem-DaS auf diese Art erhaltene Eisen heißt Roheisen. Ist !^sEisenhütten eine Gießerei, so schöpft man gleich aus dem Oft» r»geschmolzene "Roheisen mit einer Kelle heraus und gießt es >» »>»thonerne Form. Das Roheisen läßt sich noch nicht unter dem V »'5mer verarbeiten, es zerbröckelt und wird brüchig; daher muß " » "einer andern Anstalt, die manEise» bam m c r oder Stab I da'mer nennt, durch Schmelzen, Hämmern und Schmieden gelM» "diger gemacht werde». Hier erhält das Eisen auch dieienigen Form» ,welche für die verschiedenen Handwerker am bequemsten find.auf diese Art für Grob- und Kleinschmiede, für Schlösser u. i. »äbearbeitete Eisen heisst Stabeisen, Noch eine feinere Sorte r