Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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428- ? Eon

Gesandter und politischer Schriftsteller. Wir überblicken jetzt ihrdenkwürdiges Leben. Als sie in Paris, wo sie bei einer Tante er-zogen worden war» die Rechte studirt hatte, ward sie Parlaments- >advokat. Ihre Talente wurde» bald dem Prinzen Conti, damali-gen Vorsitzenden des geheimen Ministeriums von Ludwig XV.» be-kannt; er glaubte sie besonders zn diplomatischen Geschäften geschickt,nnd schlug sie dem Könige dazu vor. Jetzt begann h'Eons glän-zende Laufbahn. Hie ward 1756 neben dem Chevalier Douglasnach Petersburg gesandt, um die Wiedervereinigung beider Kronenzu dewirkav. D'Evn war glücklich; im folgende» Jahre brachte sieden Allianztrakrac zwischen Rußland und Frankreich nach Versailles,so wie auch Rußlands Versprechen, daß der mit England bestehendeSubsidienvcrtrag vernichtet seyn, und 24,«» Russen mit der allift-ten Französische» und Ocstrejchischew Armee, die m Deutschland ge-gen Friedrich den Großen stand, sich vereinigen sollten. Aus ihrer.Hand empfing der König die Ratifikation des Beitritts der Kai-serin Elisabeth zum Vertrage von Versailles. Auch überlieferteder Kaiserin Maria Theresia den ersten Plan zum Feldzuge der R»ii>-schen Armee, an Ludwig XV. die Russische Ratifikation des Vertragevvm zo. December 1758 nnd die der Seekonvcntivn zwischen R"--land, Schweden und Dänemark mit Frankreich gegen E>'gla"VDer Ausbruch des siebenjährigen Krieges machte d'Eon zum hu-ben. Immer noch im Geheimnisse ,ihres Geschlechtes, dasder König kannte, nahm sie den Degen und folgte dem Mar A"Broqlip als Generajadjutant in das Feld. Im Treffen vonwurde sie verwundet; ihr Verband geschah ohne Entdeckung >0' >

Geschlechts; bei Horte rottete sie die Pulverwagen mitten unlefeindlichen Feuer, Der Marschall und sein Bruder, der Grat 0Brvglio, wußten beide die großen Verdienste ihres GeneraladM"ten zu schätzen, und durch sie gelqpqte letzt d'Eo» zum Sekret"'bei den Friedensunterhank:lungen, die in London eröffnet worwaren, und vom Herzog von Riveruvis, unter der -"tu««

Herzöge von Choisenl und Praslin, dirigirt wurden; d'Condabei die Instruktionen des geheimen Ministeriums. 2 hs-war oft sehr kritisch, denn sie stand zwischen den beidenvpponirenden Parteien des Herzogs von Choileul und desaber ihre Klugheit und Gewandtheit führte sie in diesem <-v>'glücklich über >ede Klippe, nnd so gewann sie immerVertrauen des Königs. Nicht minder wußte sie sich demHofe angenehm zu mache», so daß Georg Nk. gegen alle eo „§<hVeit sie wählte, um seine Ratifikation deö Fnedensverrra« ^„t,-Frankreich zu überbringen. Bei dieser Gelegenheit bewuus'nig XV. der E»n das Kreuz des heil. Ludwigs, und t"'«ihm künftig direkte Nachrichten von London aus zu «0» VMjkSie ward Resident von Frankreich, und während der « "des Herzogs von Nivernois selbst bevollmächtigter M»Mft cPosten sie auch nach der Ankunft des Grafen Kuercv ^Higenschaft nicht aufgeben wollte. Vielmehr ließ sie >0 diesesk>mg einen Tbeil der Briefe, Memoiren und Auftrage, - hMe-ertheilt worden waren, in London drucke». Durch drei . st-reck Schritt wurden die angesehensten Männer, und jei! Los-nister, kompromittier ; die Con wurde entsetzt, »no wa ^ ßcdo» gnfsehoben und in die Basttüe geschafft worden,