Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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von geistlichen Vorgesetzten gebraucht; daher die Ephorie der Be-zirk von mehreren unter der Oberaufsicht eines Superintendenten ste-henden Pfarreien u. s. f.

Epictet. Dieser berühmte Anhänger der Stoa war aus Hicra-polis in Phrygign gebürtig. Er lebte zu Rom i» dem äußerste»Elend, denn er war der Sklave eines gewissen Epaphrodites, einesgrausamen und übermüthigen Freigelassenen des Nerv, dessen Mw°Handlungen er mit einer Fassung und Scelengröße ertrug, die de»echten Stoiker charakterisirt. Als ein Beispiel davon erzählt ma»,haß ihm sein Herr einst einen heftigen Schlag auf den Schenkel gab-„Du wirst mir das Bein zerschmettern," sagte Spicket. SogMverdoppelte jener den Schlag, und zerschlug ihm das Bein wirklich'„Habe ich es dir nicht vorausgesagt?" sagte mit ruhiger Miene derPhilosoph ohne die geringste Klage. In der Folge ward er freust'lassen, lebte aber fortwährend in der größten Armuth. Die Bast»ferner Moral war Dulden und Entbehren. Die Vortrefflich',teil seiner Lehrsätze erwarb ihm die allgemeine Bewunderung. D°'mitian verbannte ihn aus Rom, denn er mußte einen Mann haw^dessen Grundsätze aller Tyrannei Hohn sprachen; nach dem T»»bestechen kehrte er zurück und stand bei Hadrian und Mark-Aurel'.größten Ansetzn. Hadrian befragte ihn einst, warum die M»nackt abgebildet werde. „Weil sie, antwortete er, diejenige» 'raubt und entblößt, die sich ihren verführerischen Neizungen d»w.den." Arrian sammelte die Aussprache Epictcts, seines Leiste ^und wir besitzen sie noch unter dem Titel Enchiridon. Es e>»° .die reinste, lauterste Moral. Als einen Beweis der großen«hrnng, die dem Spictet allgemein zu Theil ward, erzählt >»a»!,»ae-«ach seinem Tode ein reicher Tropf seine Sludirlampe für eine -heure Summe gekauft habe, um auf diese Weise doch etwa»demselben gemeinzu habe».

Spikur, geboren zu Gargetium, bei Athen, im 3 "»«sscr-vor Chr. Geb. Dieser berühmte Philosoph des Griechischenthums ist bis aus unsere Zeiten mit Unrecht für einen derlichkeit und dem Laster ergebenen Wollüstling verschrienEine kurze Darstellung seine» Leben- und seiner Lehre wird eiterstscheu Beschuldigungen widerlegen. Cpikur war von asmen »geboren, und faßte schon in seinem 12. bis iz. Jahre eineNeigung zum Studium der Philosophie, daß er sich na« zllszunächst in den Lehrsaal des Grammatikers Pamphilus ves«^er eiust von diesem den Vers des Hesivds recitircn . n>a"

ChavS als das erste aller geschaffenen Dinge angeführt w» -er die Frage auf: Wer den» das Chaos geschaffen hab»- s" .-, Ph>'da» erste gewesen sey? Vier Grammatiker verwies ihn an ^he»losopben, welche Epikur von jetzt an mit Eifer besuchte.gnügte ihm nicht; seinen Geist zu bilden und AenntnM . Albs?mein durchreiste er verschiedene Länder, und kehrte endlich »,,^l> baldzurück. Hier eröffnete er seine Schule in einem Gatten, „a»strömten ibm zahlreiche Schüler an» allen Städten Klem '' Kut,

Griechenlands zu. Er lehrte, das Wohlseyn ftp das ,»

aber nicht ein sinnliches, auch auf dem Wege des Lasters nerlangendes, sondern ein geistiges, allein durch die L « ^jgrebares Woblsepn. Demnach verwarf er zwar daS Laster ^^war>der Tugend, aber nicht »m ihrer selbst wM«, sondern pm-das Laster nur, als unvereinbar mit dem Wohibesi»dea,

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