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Inbegriff aller Liebenswürdigkeit bewunderte Frau vereinigte dieglänzendsten Geistesgabcn mit einem der heftigste» Liebe fähig «Herzen, und glänzte als eine seltene Erscheinung ihres Geschlecht»in den feinsten, gebildetsten und erlesensten Zirkeln von Paris. Sttwar ,u Lyon im I. 1732 geboren und obgleich ihre uneheliche Geb»"sammt den sie begleitenden Umständen keineswegs unbekannt war,so würde ste doch für eines Bürgers Tochter ausgegeben und führtestets den Namen desselben , ohne je ihre wahre Abstammung, i» As"spruch zu nehmen. Damit erfüllte sie treu das Versprechen, das Dihrer Mutter, der Madame d'Albvn, aus dem Sterbebette gegebeneund wogegen sie von dieser ein kleines Vermächlniß erhalten hatte-Damals versammelte die Frau von Deffand gleichsam einen H"'staat der gebildetsten und geistkejchsten Männer um sich, die einanderunter ihrem Vorsitz mit Scharfsinn, Wltz und Galanterie wetteifern»bekämpften, und über Wissenschaften und Politik richteten. DADame, deren im Alter überyand nehmende üble Laune, wie sie seAsüdlre, der freien Mittheilung ihrer Freunde oft Eintrag that, sel>Esich um so mehr nach einer Gesellschafterin, als ihr Anstand dEdie Leiden noch verschlimmert wurde, die der Verlust des Ge>Eihr verursachte. Ihre Wahl fiel anf Julie de l'Espinasse, die S"*ihren Anerbietunge» folgte, da sie in einer sehr durstigen Lage led»«Änspruchlos trat das harmlose Mädchen in das Hau» der FrauDeffand, und ahndete nicht, daß sie bald das glänzende Gestirnsollte, um das sich die gebildetsten Geister ihrer-Aejt versammelnden. Anfangs lebten beide Frauen in bester Harmonie, dieohne Arg und Julie ohne Anspruch, in glücklicher Unbewußtheit»Vorzüge, die sie eben so berühmt als unglücklich machen sollten.fchiedenlieit zwischen diesem junge», durch ihre Schönheit »iä's ",,f§der als durch ihre geistigen Vollkommenheiten.bezaubernden GeE^und ihrer alten, stets übelgelaunten, boSarkigen GebieterinWergleichutM» Anlaß» die nicht zum Vortheil der letzter« er-kannten, und deren Wirkungen dieser, sobald sie Kunde daocnPiekt, m» so weniger gleichgültig s.pn konnten, als sie auch «v mivLiter die Ansprüche nicht aufgeben wollte, wozu allein JniA» ^Schönheit berechtige». Nur zu bald wurden Juliens VMM ^kaunt, Aller Herzen huldigten ihr, selbst d'Akembert, der gep'm jze 'Verehrer der Frau von Deffand fühlte sich von berGewaltbesiegt und bekannte ihr seine Liebe. Anfangs gelang es, d>c !Verhältnisse zu verbergen, so groß auch die SchwierigkeitenDcnn nicht nur bei Tage war Julie stets nm ibre Gebieterin » s^telügt; sie hakte auch das qualvolle Amt, die langen schlasioie" z>,cderselben durch Vorlesen zu verkürzen. Nur die wenigenMube vergönnten Nachmittagöstundeu konnte sie zu geheime» ? , he-nienkünftcn oder schriftlichen Unterhaltungen mit ihren F'"" ..„hstck-»ilitzeii. Dieser Awang führte die Entdeckung herbei, der ang h,-lich die Trennung folgte. Aber die Verstoßene hatte bereu» » tz^,rä!reiche Verehrer um sich verlassen zn finden; ja mau bcwl' . 2ahn-den Herzog von Ehoifeul, daß der König ihr ein ,,„v
gcld aussetzte. Von jetzt an trat sie in die große Wettglänzendsten Zirkel wetteiferten um die Ehre lluesBe»tzce-bert entsagte fortan der Frau von Bestand, um sich tzEzu widmen, die sein Herz gefesselt hielt. n»d von de',„yschittvergebens, Gegenliebe crstehre. Nur die wohlwollendst-. ^ po»konnte sie für ihn empfinden, und diese bewies sie ihm,
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