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Euphon. D«ch weitere Fortsetzung seiner akustischen Versuchekam der tiefforschende vr. Ehladni in Wittendcrg aus die Erfindungeines neuen musikalischen Instruments , dem er, wegen seines sehrangenehmen Klanges, den Namen Cup hon gab. Aenpcrlich hates die Gestalt eines kleinen Schreibpultes, inwendig zeigen sich gohorizontalliegendc gläserne Stäbe, deren untere Enden in der Mittedes Resonanzbodens mit rothem Fließ umgeben erscheine«; die »or-dern Enden liegen auf einem Querbalken unter rothem Frreße.Benetzt man diese Stäbe, an welche» die halben Töne durch erneandere Farbe kenntlich gemacht sind, mit Wasser, und fährt mitnassen Fingern daran hin und her, so geben ste eine» Klang, derweit angenehmer und keiner ist, als der Klang einer Harmonika vonsticht ganz vorzüglicher Güte. Alles, was auf der Haryionika spirl-bgr.ist, läßt sich auch auf diesem Instrumente spielen, allenfalls auchgeschwindere Stücke. Vor der Harmonika hat es folgende Vorzügevoraus» daß es wohlklingender, leichter zu spielen, gefälliger fürdas Auge, viel wohlfeiler, weniger zerbrechlich , weit leichter wiederherzustellen, unschädlicher und eines weiteren Umfangs fähig ist.Von der innern Sinrichrn 'g, die auf ganz neu entdeckten Gesetze«der Bewegung beruht, und von allen,, wag zu dessen Bau zn beob-achten ist, bat der geniale Erfinder noch nichts bekannt gemacht.I?8Y begann er an diesem Instrumente, und 1790 vollendete er es.
Euphrat, Euphratus, der; auch Phrät genannt, ei-ner der größten und merkwürdigsten Ströme des Orients; denn durchibu wurden das vordere und hohe Asien, und mehrere Jahrhundertehindurch auch das Römische und Persische Reich getrennt. Er ent-springt in Nord-Armenien von Naivsten, dringt durch das GebirgeTaurus und fällt zuletzt in den Persischen Meerbusen. Ucbrigens warder Euphrak, welcher jetzt da, wo er sich mit dem Paris verei-nigt, Schat - al - Areb (Fluß der Araber) heißt, ehedem für Babp-lonien eben so wohlthätig, wie der Nil für Aegvpten, indem er vomMonat August au das Land überschwemmte und mit seinem Schlam-me düngre.
Cnphrosyne, eine von den drei Grazie», die Heiterkeit,Fröhlichkeit des Gemüths.
Euripides. 2»I ersten Jahre der 75sten Olympiade wnrdean dem Tage, wo die Griechen des Xerres Ucbermacht bei Salamisschlugen, an eben diesem Orte Euripides geboren, und die drei größ-ten Tragiker Griechenlands krafcu hier zusammen; Aesckvlus standi» der Reihe der Siegenden, der junge Sophokles tanzte um dieTrophäen, Euripides ward geboren. Nichts Sichere« wissen wir vondes Euripides Aelletu, und von seiner Erzieh»»« nur so viel, daßsein Bal-r, um falsch gedeulrter Weißagungen willen, ibn zum Ath-leten bilde» wollte. Eigne Naturart zog den Jüngling zu andernKünsten. Anfangs übte er sich in der Malerei, dann aber studtrte erve, ProdiknS die Rhetorik, bei Bnaragora« (nicht bei Sokrates) dieMiloskpbie, welche beide Studien auf seine Poesie, die seinen Na-Mrn auf die Nachwelt gebracht hat, einen so mächligcn Einfluß geäu-ßc t hab », daß man rbn mit demselben Rechte, mit dem man ihnden philosophische» Tragiker nennt, auch den rhetorischen uennenkonnte. Des Enripiöcs Zeit fällt in die Periode der höchsten Vollen-dung Griechischer Tragödie durch Sophokles, neben weichem, wäre. es au» nur als zweiter, zu stehen höchst ehrenvoll ist. Eurip'deswar ruben SoMsjes der Liebling seines Zeitalters; seine Tragödien