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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Ewi

reu der Ewigkeit erhebe» wir uns bloß über die Schranke» derZeit, beim Gedanken der Unendlichkeit aber über die desRaums und der Zeit zugleich. Wer daher die Welt für ewigerklärt, behauptet, daß sie weder Anfang noch Sude habe, wer sie»der für unendlich erklärt, behauptet, daß sie auch in Ansehung ihrerAusdehnung unbegränzr sey. Die Ewigkeit ist übrigens für uns eintso überschwengliche Vorstellung, daß die Einbildungskraft erliegt,bald sie dieselbe durch irgend ein Bild versinulichen will- Daher sagtHaller in seinem Gedicht über die Ewigkeit eben so wahr äl»schon:

Die schnellen Schwingen der Gedanken,

Wogegen Zeit und Schall und Wind,

Und selbst des Lichtes Flügel langsam sind,

Ermüden über dir und hoffen keine Schranken.

Ich häufe ungeheure Wahlen,

Gebirge Millionen auf;

Ich wälze Zeit auf Zeit und Welt aus Welt zu Haus'Und wann ich von der grause» HöheMit Schwindeln wieder nach dir sehe.

Ist alle Macht der Zahl, vermehrt mit tausend Male»/Noch nicht ein Theil von dir;

Ich zieh sie ab, und du liegst ganz vor mir!

Ewige Einkünfte, heißen solche, die von eisernen Kapitalsoder dergleichen Grundstücken erhoben werden und niemals crlosEEwige Lampe ist in den katholischen Kirchen eine Lampe, die Aden Leichnam Christi immerfort brennend erhalten wird. Ewig'.Licht, heißt auch ein Wachslicht, das von ewigen Einkünften unter-halten wird, und bei gewissen feierlichen Gelegenheiten brennen »MEwige Messen, die in der katholischen Kirche jährlich an gen»" ' ,Lagen gelesen werden müssen. Güter an die Cwiakeit verkaE«der verschenken, heißt in eben dieser Kirche: sie Kirchen oder Kü-stern überlassen, weil sie dann nicht wieder in die Hände weltlA'Besitzer kommen. Durch die Säkularisation wird freilich dieserkeil ein End« gemacht.

Ewiger Friede, ist die Idee eines rechtlichen Zustandes vVolker, wo sie ihre etwanigen Streitigkeiten nicht durch Gewalt "Waffen, sondern nach Gesetzen der Vernunft entscheiden. Dieleliegt fast allen Friedeusschlüffen zum Grunde; denn in denselbenloben si» die streiteuden Parteien gewöhnlich ewige Freun dich",'-,und ewigen Frieden. Da aber die Freundschaft seltenlst und nie lange dauert, so wird auch der Friede bald wieder um „brechen. Daher haben Philosophen und Politiker über die x.

oder Unmöglichkeit eines ewigen Friedens vielfältig gestritten.Pierre war der Erste, der eine» förmlichen Entwurf zum «w>»Frieden aufsetzte, welchen Entwurf nachher Rousseau bekannt ma«Seitdem ist dieser Gegenstand sehr häufig, unter andern au« -Sank in seiner Schrift: Zum ewigen Frieden,, iurwp'^zgebracht worden. Die allgemeinen Mittel zur Verwirklichungewige» Friedens, welche von den verschiednen philosophischen uuv ^Mische« Schriftstellern in Vorschlag gebracht wurden» waren va>Politische Gleichgewicht, bald eine Unlverialmona'«^,bald endlich ein allgemeiner V ölkerveretn oder St«»