8<,l
ganz Unmögliches eutbält. Auch Galilei hatte Mühe sich von Ihr los»u mache». Endlich aber gelang es ihm, ihre Nlchtiakeit zu beweise«,indem er dartbat, daß sie bei der Anwendung auf den Fall der Kör«per mit sim selbst streite, well aus ihr folgen würde, daß der Äd^per durch fünf Klaftern in eben der Zeit falle, in welcher er durcheineKlafter füllt. Dagegen kam dieser scharfsinnige Naturforscherauf den glücklichen und richtigen Gedanken, daß die Geschwindigkeitheim Falle im Verhältnisse der verflossenen Zeit zunehmen müßte.Und zeigte, daß, da die Körper von der Schwere nie verlassen werdenauch also in jedem Aeittbeile einen neuen Eindruck v»n derselbe»erhalten, der sich milder Wirkung der vorigen verbindet, dieschwindigkeit» welche die Schwere mittheilt, im ersten deittb"iseinfach, im zweiten doppelt, im dritten dreifach sey, und sich folglichüberhaupt wie die vom Anfange des Falls verflossene Zeit verhallt»Betrügt daher die Schnelligkeit im erste» Icittheile i; so wird siezweiten 4, i« dritten 9, im vierten iü, im fünften 2z betragtu. s. f-
r-li-oi». Fallaeie, der Trug oder Betrug; z. B. dahi^ter st.ckt eine Fallaeie; desgl. ein Scheinbeweis, ein Trugschluß,den Andern zu täuschen. k»li,<r»o opräoa, der optische Betrugd. i. der Gesichtsbctrug, die Aagentänschnng, wo sich ein Gegensta»»dem Auge anders darstellt, als er wirklich ist und aussiehet. Fal"del, der Täuschung oder dem Irrthum unterworfen, fchlbar;der Papst ist so gut fallidel, alö andere Menschenkinder. Das ^gevkbeil davon ist i »fallt bei, unfehlbar, untrüglich. ^
Fallguk, Falllehen, ein Gut, das bei jedem Todes'«»dem Herrn wieder heimfällt, wofern er nicht aus freiem W'»»die Erben von neuem damit belehnt. Fallzinsen, sind Zinn"die gefällig sind; deren Zablnugsrermin vorbanden ist.
Fallschirm, Parachüle, ein laffetner Schirm von etwa ros».»im Durchmesser, mit welchem man sich aus einer Höhe langsam a»t °Erde herablassen kann. Er ist für den Luftschiff» in Fällen, wo üBall in Gefahr kommt, von großer Wichtigkeit. Vlanchard nia«^im I. I78Z zuerst einen glücklichem Versuch damit in London; §Erfindung scheint ihm anzugehören, wiewohl andere sie dem §Montgolfier zuschreiben. Auch Garnerin erfand eine eigene Art«Fallschirm.
r-l-ai-iu,. ein Betrüger; insbesondere ein Verfälscher,um zu betrügen, falsche Unterschriften macht, Briese oder Ur>u»«verfälscht u. dgl. m. Das Verbrechen desselben wird r-t»uw »nannt, d. i. der Betrug, eine bcrrüqerische That zum Schaden^,derer, z. V. das Aussagen einer Unwahrheit; insbesondere diefälschung. . . »as es
Falsch heißt zm Allgemeinen das, was etwa-scheint, 0«^ ^nicht i st, und was durch seinen Schein betrügt, weil es irnS»^" ^für etwas gehalten wird, was es doch nicht ist. Woabsichtlich hervorgebracht wird, also im Moralischen, vet
trug jederzeit der Ziveck. Falschheit im moralischen Sinne ^Aufrichtigkeit entgegen, und ist als Laster das zur Fertigt"!
dene Bestreben , Andere durch seine Aeußerungen zu einer «nw ^
Vorstellung von seinen Eigenschaften« Gesinnungen, H«nv>Scfüblen und Verhältnissen zu bestimmen. In allen diesen n ^<hsteht das Falsche dem Wahren entgegen, öfters aber wiro " psttE als den» vlichttgeu «ntgrgeo stehend für glelchbkdeure»