Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Fal Fam 5Z7

Unrichtig gebrancht, und das bürste wohl überall der Fall seyn,wo Man des Falschen im Acsthetischcn und Logischen gedenkr; falscheZeichnung, falscher Witz, falsches Urtheil u. s. w. In der Musik»edlciit man sich deS Ausdrucks Falsch in dreierlei Hinsicht: i) wennein Ton nicht rein intonirt wird; r) wenn die Fvrtschreitnng der-Intervallen fehlerhaft isi, und z) als Prädikat der vermindertenUmnte, d. i. derjenigen, die um einen halben Ton kleiucr ist alsAr reine.

Falsches Licht (r»nx-jour) ein Aunstausdruck der Malerei,ein Gemälde so gestellt ist, daß das Licht von einer andern?kite darauf fällt als von der, von welcher der Maler die Beleuch,'"ng ausgehen ließ, oder wenn vom Standpunkt des Betrachters ausblendender Glanz darüber erscheint, der das deutliche Unterschei»der Gegenstände verhindert, so sagt man, das Gemälde stehe"" falschen Lichte. Daß es an seiner Wirkung auf diese Keife vielverliere, ergibt sich von selbst.

Zalset s. Fistel.

g. Faltenkammer, beißt in den Zuckersiedcreic» ein breternesAGältniß von mehrcrn Stockwerken, für die neuverfcrtigteu Zucker-Me, die mau hier untersuchen und aussondern laßt. Die uutadel»!?lt befundenen werden ohne Zeichen in Papier eingewickelt. Andere,einen Bruch, Fleck oder ähnlichen Mangel haben, werden dadurch^zeichnet, daß man eine Spitze dcS um den Odertdeil gewickelte»Thiers umschlägt.

Faltenwurf s. Gewand.

Falter, ist eine Benennung alles Gezicfers mit vkdr Flügeln,/^..dieselben auf mancherlei Art zusammenfaltet und die mit einemk.,. Staube bedeckt sind. Im gemeinen Leben braucht man dafürSchmetterling, Sommervogel.

Fama, die Göttin des Ruhms oder richtiger des Rufes,brin ^ die jüngste Tochter der Erde, welche sich durch die Hervor-x""3ung derselben an den Göttern wegen der Ermordung ihrer Göhoe,Giganten, rächte. Die geschwätzige Fama machte die Frevel dero>ter bekannt. Sie wird mit Flügeln vorgestellr; ferner schreibt-Acht eben so viel Augen, Obren und Zunge» als Federn zu, cr-bvk ' sie des Nachts die Welt durchstiege und des Tages vonon^» Thürme» und Dächern herab schaue, daß sie anfangs klein sey,im Fortgang immer wachse u.w. Dichtungen, deren Ginn""V^«chw„ zu euiräthseln ist.

H-^üaniilte, eine häusliche Gesellschaft (Gatten, Aeltern undtien^'e Geschwister u. a. m.), dcsgl. Kinder insbesondere. Fami-D,^?uck, ein Gemälde, worauf eine ganze Familie vorgestellt ist.ü«sb° ein jedes Stück, das zur Ehre der Familie von derselben>tewird, wofür man auch Erbstück zu sagen pflegt. Fami,bc» o,-/bl halten oder e» t-inill« speist», beißt besonders austz wenn die Herrschaft bloß mit den Verwandten deö Hau-

Zuziehung fremder Personen speist. Familiär, vertrank,Gern ^ oder traulich. Familiarisiren (sich), sich vertrautllrit machen (mit Jemanden). So sagt man auch wvbl: sich

bew Gedanken familiarinren, z. B- in der Kraukbeit sich mit

l^ebauken des Todes familiarisiren, vertraut machen.iüaliT . !^"nrath, ein Institut des Cod. Nap. Es tritt ein vor.

besieA Wahniug des Tntercffes der Unmündigen und Waisen und", >n der Regel, außer dem Friedensrichter noch auösechs BlurS.