542 Far
stiwmung der natürlichen Farbe, der Lokaltvne und Tinten eillksGemäldes mit dessen Gegenstand in der Natur noch getroffener Aus»druck des eigearhumttchen Charakters des Stoffes, woraus der Gegen-stand besteht, so beißt die Farbengebung wahr. Zur Wahrheit so»sich aber dieSchönyeit geselle», welche durch harmonische Bereini-gung aller Tone des Gemäldes in Einen Hanptton erreicht wird-DaS Cvlorir muß dem ästhetischen Zwecke der DargeUung gemäß st»»und diesen unterstützen, bei aller Wahrheit der Lvkalfarbe und »esStoffes im Einzelnen, durch die Harmonie der Farben und der Be-leuchtung ein knnstmäßiq schon,S Ganzes ausmachen. Die Wahl b»Beleuchtung, die Venheilung der Farben joilen nicht allein auf d>»Deutlichkeit der Darstellung, sondern zugleich auch auf die Bewirk»»-einer zweckmäßig wohlgefälligen, ernsten oder re:zeneen, düstern oderheitern Harmonie avzw.cken, welche den Gesammteiudruck des Kunst-werks unterstützt, Dieser Foderung zufolge gehöre» auch Beleucht»»--Haltung und Helldunkel mir in deu Begriff einer iunstmäßig schön»»Farbengebung.
Farbenlehre, die Lehre von dem Ursprünge, der Misch»»;und den Wirkungen der Farben, sofern Farbe eine Eigenschaft b»»Lichtes ist. Woher kömmt es, daß emigeS Licht sich farbig, andere»weiß zeigt, und nach welchen Gesetzen erfolgen die Erscheinungen d»Farben? D ese Fragen sind eS hauptsächlich, welche die Farben»«»,,zu beantworten bar. DaS GlaSprisma ist die erste Vorrichtung,che zu gründlichen Antworten auf diese Fragen geführt, und II»,,Newton der erste Pbvslker, der diese Antworten der Natur zu e»locken gewußt bar. Laßt man in ein verdunkeltes Zimmer du r-bkleine« runde« Loch einen Sonnenstrahl auf einen geschliffnen, »A
fettigen, senkrecht-prismatischen Glaskörper fallen, so siebt nia» ,,reutlich i) daß der Lichtstrahl bet dem Eintrilte in den Glast»?«',und wieder bei dem Austritte aus demselben, von seiner Bad»lenkt, und in eine andere geradlinige Bad» (von dem Winkel ver v»'den Glasflächen durch die er ein- und auStritt, d.m sogen«»!»'.,Brechungswinkel, abwärtS) gebrochen wird; und 2) daß derstrahl, der v 0 r dem Prisma auf ein Papier, (welche« man in d»»tt,den so hätt, daß er darauf senkrecht fällt), einen völlig weißenbittere, hinter dem Prisma auf einem eben so gehaltenen P»??mein farbiges Bild darstellt, das ungefähr fünf Mal so lang alSist, nnv dir Farben des Regenbogen« genau in derselben Folg',";,«Art zeigt, wie wir sie in diesem Luftgebjlde sehn. Man nennt»»'Bild das prismatische Farbenbild oder Farbenspeett»Die Länge desselben befindet sich in einer auf der Are des PriSw»recht stehenden Ebene; an dem Ende, welche« nach dem breche»" ,,Winkel des Prisma zu liegt, ist es roth, an dem von dem brr»-j,den Winkel am weitesten abwärt« liegenden Ende violet, «»» „schon orangefarben, gelb, grün, blau und in big blau.ton hat aus diesen und vielen ähnlichen, mannigfach abgeanoer „und genau beobachteten Erscheinungen geschlossen, daß diese sar»'» ^Lichter die einfachen lind, und daß alle« weiße Licht aus ihnen na« .j,dein Verhältnisse zusammengesetzt ist, worin sie sich in dem pn» j,,g,sehen Farbenbilde zeigen. Jeder weiße Lichtstrahl enthalt im«alle fiebenfarbigen Lichter zugleich; diese erkennen wir aber «>«-, H-fie in ihrem Zusammenwirken auf jedem Punkte der Netzhaut,rem völligen Verschmelzen in der Empfindung, den Eindruck, >»