Fat Fair 55l
eine Lust zu machen. Eine lustige Gesellschaft dieser Art kam auf denUnfall, in dieser Verkleidung etwas vorzustellen» und eine dieserMummerei gemäße Unterredung zu baltcu. Dieser Vcrsn» gelangM; man lobte die unbckaunten Schauspieler, man bewirlhete sieoder beschenkte sie gar. Durch diesen Beifall aufgemuntert,verstärkten sich die Bande», und ihre Fabel» und Gespräche wurdenailmählig länger, bis sie zn ordentlichen Nachahmungen menschlicherHandlungen anwuchsen." In Nürnberg» wegen seiner Waaren undlewes Witzes berühmt, war es, wo aus der Brüderschaft der Mei-uersanger die ersten .Fastnachtsspiele hervorkamen, derb und lustig,E sie »ei« bürgerlichen Geschmacke der ReichsjMter zusagten. Hansnvlj, der Barbier, und Hans Roftnblüt, der Wappeumaler, ge-kannt der Schnepper», d. j. der lose Schwätzer, wegen der Zügcllo-Wnr, womit sich sein Witz ergoß, führten zuerst diese Gattung inv>e Deutsche Literatur ein. Der zweite wurde schwerlich von einemAner Zeitgenossen in der Frechheit der FascnachtSscherze übertrvffen.Mn findet seine Fastnachtsftnele im zwecken Theil von Gottscheds°r»niatischem Verrath. Züchtiger trat später der wackere Hans Sachs"arm auf, der
Mit Gottes Hüls schier zweihundert,, . Mancher Art, daß ihn selber wundert,
»sicher Stucke gedichtet dar, in deren vielen seine ergötzliche Laune,munterer Witz, gemüthsolle Darstellung und oft brwunderns-"enhe Charakteristik in allen Zeiten erfreuen werden. Diese Stücke>>nd verwandr mit den IVlartz, der Engländer und den Ikaros« der Fron,
> nnd die geistlichen Fastnachtsspiele» religiöse Burlesken, mirb" und !Vloi»Iikie,. Nach alter Sitte wurden diese Faste
'"chtsspnle durch einen Ausrufer oder Herold eröffnet und beschlossen.... Tat, ein eingebildeter, von.sich tffngeovnimener Witzling, und^khaupt ein Geck, Lasse. Facuitäk, die Albernheit, Rarrheit.
g. v »,,, die Gchickzaie.- In der. einfachen Zahl b'-turn; j. B. dasAkkhängmß, Schicksal <s. S ch i ck sa!). Fatal, schlimm, mißlich,^»genehm; auch ungli'ickbrmgend, verderblich, unglücklich oder lei»d,?' .3m Lateinischen beißt fatal nicht bloß unglückbrinqeud, son-/'"überbanpt vom Schicksal ersehen »der verhängnißvoll.
^°>n der Mehrzal b->l->ij->. bedeutet in der Nechtsixrache eine ge».tznch bestimmte Frist, binnen welcher etwas geschehen oder geleistetyAen muß, wenn nicht für denjenigen, dem sie gesetzt ist, etwasder » EliiaeS erfolgen soll; die Notbfrist. k»t->U«mn,, Fatalism,b k,Glaube an ein k»ruvi. d. i. ein sogenannte« absolutes oder «n-
h. ,'"Stes Verhängniß, an eine von Gott ohne Rücksicht auf das Ver-
des Menschen bestimmte Nothwendigkeit, welcher man m»kd,." Vorsicht und Klugheit nicht ausweichen kann. Die Türken ha-k,,i" diesen Irrglauben, daber sie selbst gegen Pest «nd ViehseucheAnstiften treffen. Fatalist, beißt ei» Aubänger jenes vcr-"ftwidrjgeo Glaubens an ein unbedingtes Fatum. , ,
S/Iorx»ns, heißen auf der Küste der SicilianischenStenge die bei heiterem, warmen und stillen Wetter über demöe»» aufsteigenden Lufrerscheinnngen. die sich oft zu seltsamen Bil»ItiAvvn Gissen, Thürmen, Schlössern u. s. w. gestalten, undden iilaturkundigen täuschen. Sie entstehen aus den von der"Ne emporgezogeucn Dünsten des Meers,o j,Fa ncher (Clande). Die Ausschweifungen der Raserei und desa»uns, zu denen dieser unwürdige Geistliche fich beim. AnSbrnche