Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Fast

lich- oder vielmehr vor dem Charsreitage, <Zur>!r^xe«im»«), welcheausschließlich die Fastenzeit oder Fasten genannt wurden, «betderen Ursprung aber die Meinungen sehr verschieden sind. Gewohn-IiL sagt man. baß LeleSphvrus, gegen die Malte des 2. Jahrbun-derls Römischer Bischof, dieß vierzialagige Fast>n zuerst durch einLirchengesetz mrordner habe. Durch Papst Gregor den Großen nurdas. Jahr üoc> wurde die Aschermittwoche zum Anr'ang der Fastenseicht, und der Tag vorder heißt Fastnacht, weil in der Rächtderselbenmit 12 Uhr, die Fasienzcil eigentlich anhub. Diesesstrengsten Fasten voran ging ein dreitägiges, wie. ehedem die sirc»'Leu Eiferer sich ausdi ückcen. ganz teuflisches Fest, das sie die Baccha-nalien nennen. „Da die Cbristen," heißt es, „an dielen Tage»vorsätzlich rasten, so banden sie Larven vor, tauschte» die Geschlecht"«ins, verkleideten sich in Gespenster, gaben sich dem Bacchus und derVenus hin, «nd hielten allen Muthwillen sich erlaubt." Wem fäßtnicht bei dieser «Schilderung spgleich das Carnavgl ein, oder der. Fa»<ch.ng,.,vie dieses un Oberdeutschen heißt, eine Zeit der Lustbarkeitvon Weihnachten bis Aschermittwoche. Der Lateinische Name dies"ßeit der Lustbarkeit bar eine sonderbare Wortabiiannuuna, von c»rn«^Fleisch) und »vsllsr« (Thal abwärts gehen), weil mit dem E»^jener Zeit die andere eintrat, wo mau der Fleischspeisen sich enthül-len mußte. Eben deshalb wpllte man sich vorder noch gütlich ld»u-«ul> dieß geschah im reichsten Maße, vornehmlich während der dr"letzten Lage des Carnavnls. Uebrigens ist das Carnaval selbst nicht»anders ajs die neuen Haturnalien der christlichen Römek, die ab"ihre heidnischen Feste noch nicht vergessen konnten, und ammigstcn ein solches als die Saturnalicn waren, die dem Saturn umher goldenen Zeit seiner ehemaligen Weltregterung zu Ehren, um da»Andenken der Freiheit und Gleichheit der Menschen in der erste»Jugend der Welt lebendig zu erhalten, alljährlich im December Eallerlei Mulhwillen, Scherz und Ausgelassenheit gefeiert wurde»'Besonders i» Nein selbst bringt das Caruaval die alle» Saturn«»»"in einem neuen Costume lebhaft wieder vors Auge, und bei be»neuen Ceremonien schimmern die alte» Gebräuche durch. Weil?»den letzten Tage» des Carnavals, als» Fastnacht, und vornehm»«noch an dem dieser Nacht langer Fasten vorhergehenden Lage, e"Muthwille in Mummereien, Scherzen, Possen und Ausgelassen»"ten aller Art sich drängte; so erschien Fastnacht besonders mdie Zeit des prioilcgirten Muthwillens, und Fastnachtsstreich Efür gleichbedeutend mit inurhivilliger Posse. Aus Jkalten ginge»neuen Sacurnalien in die andern christlichen Lander über,Deutschland blieb mit Mummereien, Echmansereien und luM"-Possen um diese Zeit nicht dahinten. Merkwürdig ist, daß i» DevtAland die dramatische Poesie dadurch entwickelt wurde, was erst gesemhen konnte, nachdem die Städte zu Wohlhabenheit gelangt w»"^Im iz. Jahrhundert zeigen sich die ersten Spuren. Die Mst»mcreien des Carnavals führten von selbst aus den Gedanken, "»angenommene Rolle durchzuführen. Um dem Haufen »» gefall-^kopirte mau die Sitten des gemeinen Lebens mir Karikatur, »

«NI' PIN ^»*1.

nuu^przniuu grivkicn war, krpictL nacyyer Alisvuvutttt.Fastnachtszeit,sagt FlLgel in seiner Geschichte der ko»u,'ch «Literatur (Bd. 4. S. 29»), „zogen zuweilen verkleidete Perio

rircrarur 4 - «.29»), „zogen zuweilen vercieivrer

aus einem Haus ins «ndere, um ihren Freunden und Beraum