Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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die das Feld bauten, verehrt wurden. Sie «erde« melstrntheils ganztn meuschlicher Gestalt abgebildet, nur mit einem kleinen Aiegeu-kwwanz, spjkigen Ohren und hervorkeimenden Hörnern. Ihre Klei-dung ist ei» Alegenfell oder ein anderes Thierfell. Man sieht sie auchwlt Weinranken begränzt, weil sie gleich den Satyren zu dem Ge-folge des Bacchus gehören. Die Dichter schildern sie uns als mißge-ualkere, sinnliche Götter, und diesen Charakter erkennen wir auch inden auf uns gekommenen alten Statuen. .

.Taust, Johann Faust oder Frist war ein Goldarbeiter zu-Nainz, der um Beförderung der erfundenen Buchdruckertunst nicht"nwichriqe Verdienste hat. Guttenbergen. der sie zu GlraSburg er-kunden hatte, mangelte Vermögen zur Betreibung der Kunst, er8>ng nach Mainz, und Faust, der, wie man vermuthet, auch schonmit ausgeschnittenen hölzernen Formen gedruckt hatte, unterstütztemn mit seinem Vermögen. Ihre erste große Unternchmnng war dertvruck einer Lateinischen Bibel im Jahr 1455. Wegen der Auslage»indeß entzweiten sieb beide, und es kam zu einem Proceß, den Gut-"nderg verlor, worauf er nach ElraSburg zurückzog. Faust behieltkur seine Forderung die Druckerei, und betrieb sie nun sestsi mit fti-uen, ehemaligen Diener und nachherigcn Schwiegersohn Echoifferlvchäffer), der die neue Kunst durch Erfindung der Vnnjen und-»tatrizen zum Schriftgießen und der Buchdruckerschwärze zur Dv!l-Mmenheit brachte. Wann das erste gedruckte Buch von ihnen cr-Menen sey, ist ungewiß, gewiß aber nicht vor 1457; imJ. 1462Mien zum ersten Male die Bibel ganz von ihnen gedruckt. Ver-Meden von diesem ist der berüchtigte Schwill zküüstler Dr. Jo-Faust, im Ansang des iü. Jahrhunderts. Ob er aus«mttilngen in Schwaben, oder aus Anhalt, oder aus der MarkBran-envurg sey, ist unentschieden. Er war der Sohn eines Bauern,ihn nach Wittenberg zu Verwandten sendete, wo er sich deng 7 !»onichasten widmece. In seinem 16. Jahre ging er nach Jngol-^ studjrte Theologie, wurde drei Jahre nachher Magister, wen-sich «her von der Theologie zu der Medicin, Astrologie undT^sgie, worin er auch seine», Famulus. Joh. Wagner, eines Predi-L.vf Soh„ ju Wasserburg, unterrichtete. Nachdem er die reiche^'»ichast ftmes OheimS verschwendet hatte, bediente er sich seinerl>"l>Men Kraft, die Geister zu beschwören, beschwor den Teufel, und

>uit ihm einen B»ud auf 24 Jabre. Er erhielt einen Geist,lu,.jl>distoplwl''s, zu seinem Diener, mit welchem er nun umhcrreiste,lin, i b^e und durch Wunder die Weit in Erstaunen setzte, tis cud-ib>, I" E>e»i Dorfe Riniiich Nachts zwischen i r und r Ubr der Teufeli„j,S,ausamlich umbrachte, wie solches von Georg RudvlfWiedemaunb^,^,"'Dah hastigen Historien von denen greuliche» Sünden v>. Jo-«twaa ' ^s Breiteren berichtet wird. Ob an dieser Tage

Elni. ^"dr iey oder nicht, darüber ist mancherlei Streit gewesen.d°,'2!/ welche diesen Faust mit dem vorigen verwechselten, waren- "S, die Mönche, welche damals durch Abschreiben derwenig verdienten, und dur» Erfindung der Buchdruk-liene beeinträchtigt laben, hätten, aufgebracht hierüber, dieFauna «>« des Teufels Werk verschrieen, u»d dem Namen

auft»,-^'" ewiges Brandmal durch die Erfindung jener Geschichtendaß i... ^llen. Diese Meinung aber wid.rlegt sich dadurch,Die >5-- dieser in das iü. Jghrbunderr g.hört.

e, welche sein Daseyn gänzlich l««ö»r» wollten, haben die Zeug«