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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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uiffe Trltheim-, MelanchthonS u. A. gegen sich, dir ihn selbst ge-sehen hatten. Demnach würde uns wohl am Ebbe ei» ungewyb»»licher Meusch übrig bleiben, mit Physikalischen Einsichten, die seinZeitalter als Wunderwerke, und inilhm Werke des Leufels, be-staunte und fürchtete. Vielleicht fehlte es ihm auch nicht an Cbar»latanerie, und er zog umher, durch Laschcnspielerkünste und »«'rürliche Magic die Äugen dcr Menge zu blenden. Sey dem aberwie ihm wolle, uns muß jene Spende lieh seyn, well sie der PoesieStoff zu mehr als einem Meisterwerke geliefert hat. Nachdemdieser Stoff lange Zeit nur für Farcen und Marionetten-Theaterwar benutzt worden- faßte Lesiing die Idee, ihn zu höhere»Zwecken zu brinitzen, und prvjcktirle zwei Trauerspiele von Dr-/ffaust. wovon leiser nur ein kurzes, aber sehr meisterhaftes D<u<t-stüw übrig ist. Don welcher Idee Lessing dabei ausgegangen, zeigtfolgende Stelle. Satan. Sag' an, du vierter Teufel, was hastdu für Thaten gethan? Teufel. Keine, Satan- Aber einenGedanken gedacht, der, wenn er Lbat würde, aller Jener Thatenzu Boden schlüge. Satan. Der ist? Teufel. Gott seinen Lieb-ling zu rauben. — Einen denkenden, einsamen Jüngling, ganz derWeisheit ergeben; ganz nur für sie athmend, für sie empfindend; jede»Leidenschaft absagend, außer dcr einzigen für die Wahrheit; dir unduuS alle» gefährlich, wenn er einst Lehrer des Volks würde — denihm zu raube», Satans Satan. Trefflich! Herrlich! Und deinEntwurf? — Teufel. Sich, ich knirsche; ich habe keinen.schlich von allen Seiten vm seine Seele, aber ich fand keine S«k»vä'che, bei dcr ich ihn fassen könnte. Satan. Tbor! bat er »instWißbegierde? Teufel. Mehr, als irgend ein Sterblicher. S<"ran. So laß il»i nur mir über! Das ist genug zum Verderben.

Von derselben Idee gingen zwei andere große Dicttbr aus. K l iger in Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt, und GLtlie in»ein uiiüberttoffenen und unübertrefflichen Haust, nur mit demterschied, daß es bei beiden nicht der Teufel ist, der Faustenschwachen Seite der Wißbegierde faßt, um ih» zu verleite», sonder»daß dle Wißbegierde selbst ihn dem Teufel i» die Arme fuhrt, st ""rman mit dem Götiieschen Mefdistopheles sagen möchte:

Und hätt' er sich auch nicht dem Teufel übergeben,

Er müßte doch zu Grunde gehn. . ,»

Faust ist bei beiden eine bypergeniale Natur. Früh schondie Gränzen der Menschheit zu enge, und stieß mir wilder Ära" "-gegen an, um sie über die Wirklichkeit hinüber zu rücken. <?rsich in die Wissenschaften. Kaum aber hatte er ihren Zauber S-rostet, als der heftigste Durst nach Wahrheit in seiner Seele cmbrannte. Nach langem Hernmlappen waren sclue 'Lernte:

Unwille über die Kurzsichtigkeit der Menschen, Mismutb »»b.en gegen den, dcr ihn geschaffen, das Licht zu ahnden, ohne die vnFinsterniß durchbrechen zu können. In der weiter» Ausführungc'r;u beide von einander ab, und es findet eigentlich keine -E.?.chunr zwischen Älingers Roman und Göthe's Drama weiter ^ra '..'ener ist durchdrungen von philosophischem, dieser von poeriiwGeiste. Bei Klinget' trifft Fausten das unvermeidliche Schsttldes Teufels Beute -u werden; Githe's Drama, ist ä'varauch in dcr neuen Ausgabe nur Fragment, allein irre ra>gMlich, so muß nach dieser Anlage Faust gerettet werden, -v ,