Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Fenelon (Fkäu^oiS de Saliquac d- la Motte), wurde dt»ü. August lüzi auf dein Schlosse Fenclvn im ebewaligen Querci qe-boren, und stammte au« einem alten mit Sraatsämtern und gcisti"chen Würden geschmückten Geschlechte. Glückliche Anlagen, es»sanfter Ehar^kter, verbunden mit einer großen Lebhaftigkeit dc« Gel-sie« , waren die Vorbedeutungen feiner Lugende» und Tale«"-Scin Oheim, der Marquis von Fenelon, Generallieulenant in Fra»'zdslscheii Dienste», ein Mann von seltener Tapferkeit, gebildetemGeiste und mniicrhafter Frömmigkeit, behandelte ihn wie fein eige»^Kind, und ließ ihn zu EahorS unter seinen Augen erziehen. AvJüngling machte reißende Fortschritte; die ichivierigsten Studu"dienten ihm nur zur Kurzwnl. Schon in seinem iy. Jahre pktdEer mit ungetheiltcm Beifall. Der Marquis, welcher fürchtete, ^die rauschenden Lobeserhebungen und die Schmeicheleien der MeEein so gut geartetes Herz verderben möchten, bewog seinen Nem»'sich in der Stille und Einsamkeit fortzubilden. Er übergab ilm v,Leitung des AbtS Troiigon, SuperiorS von St. Sulpice zn P»"°-Jn seinem 24. Jahre trat er in den geistlichen Orden und verricht^die beschwerlichsten Dienstgeschäfte in dem Sprengel von St. D"'pice. Der Erzbischof von PariS, Harlay, vertraute ihm drei 3 <^,„darauf die Aufsicht über die zur katholischen Kirche übergegangen,Protestanten. In diesem Posten versuchte er zuerst lein Talent, ,zunehmen . zn belehren und zu überzeugen. Als der König von n' tguten Erfolg seiner Bemühungen hörte, ernannte er ihn zum «0einer Misston zur Bekehrung der Hugonvrren an die Küsten mGaintonze, wo seine einfache und tief ergreifende Beredsamkeit nbunden mit den sanftesten Sitten, ganz die erwarteten Wirkunghervorbrachte. Im I. r üzy vertraute ibm Ludwig XIV. die Etj>huug seiner Enkel, ber Herzvge von Burgund, Änjou und ^Fenelon b.ldcle mit Glück den Geist des Herzogs von Burgund,zum künftigen Regenten Frankreichs bestimmt war, und streute 0 ^Samen aller einen Fürsten zierenden Lugenden in sein Hess-denen das Glück Frankreichs enlkprvsseu seyn würde, wenn nick^ ' .frühzeitiger Lvd diese schön, n Hostnungen vernichtet halte.

Dienste blieben nicht unl>>. lohnt; im I. rüyz wurde Fcnclo» » ö.Crzdlschvf von Cambrap ernannt, aber während er sich dieserdezeigungen seines KönigS erfreute, zog sich unerwartet einWitter wider ihn zusammen. Die Freundschaft, »1 der er ^Madame Gupoi, stand, verwickelte ihn in einen theologische»^'§„mit Boffuer, der die religiösen Ideen diese! Frau anfocht, „umdem Erzbischof von Camdrap, seinem ehemaligen Schüler u»v ' ^

mehligen Ncbenbnhkr, verlangte, Häßler sie mir ihm verivcr',^

solle. Statt besten schrieb Fenelon seine Lxz,llctio-> ck--»

«i«, Lslnc«. welche Bvssiiers Eifer nur noch heftiger erregte; "^,rwas Fenelon zu seiner Vertheidigung nnd zur CrläuleruvSGrundsätze vorbrachte, konnte nicht verhindern, daß »,c M»'"' ^r'sich nicht von ihm lossagte, Ludwig X 4 V. ihn in seine D , >c ^wies, »nd Jnnocenz Xll. seine Lehre verdammte. Fenelon e> ^ ^

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diesen Schlag mit gefaßter Seele, und unterwarf sichohne Vorbehalt. Erlebtediger Erzbischof und christliche

von jekk an in seiner DiöceS alS „bet

..icher Philosoph, und vergas baio^

wissenschaftlichen Beschäftigungen d,e in der großen Welt en

Kränkung, n. Eine Brusientzündung endigte sein Leben i»'

Die verschiedenen philosophischen, theologischen nnd belicini .

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