Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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mit welchen die feste» Theile der Thiere und Pflanzeukörper zu-s-mmengewebt sind. Fibrös, faserig, was Fasern hat; oder sa-sekicht, was aus Fasern besteht.

Fichte (Johann Gorclieb) geb. zu Rammrnau in der Oberlao-sitz den iy. Mai i?üs, studiere in Pforta und Leipzig, und machtesich zuerst durch seinen Versuch einer Kritik aller Offenba-rung (Königsberg, 1792 8.) bekannt, indem dieses Werk von derdamals noch in Jena, letzt in Halle herauskommenden Allg. Lit.Zert. für ein Kantisches Werk ausgegeben uns alS solches ungemcl»gerühmt wurde, ungeachtet der Verfasser selbst es nachher für einsehr unreifes Produkt erklärt hat. Eben dieses Werk verschaffteihm im I- 1744 nach Reiuhold's Abgang von Jena den Ruf alsvrdenrilcher Professor der Philosophie an die dastge Universität, wel-chem Rufe er auch folgte. Hiev machte er unter dem Namen »erWissenschaftslehre ein philosophisches System bekannt, wel-ches er anfangs nur für ein verbessertes Kantisches, hinterher aber,als Kant dasselbe nicht dafür anerieanen wollte, für ein ganz neuesund originales System der Philosophie ausgab. Wegen e»n s i»das von ihm heraiisgegebne philosophische Journal (B. 8. H-eingerückten Aufsatzes: Ueber den Grund ««fers Glaubens«n eine göttliche Weltregiernng, fiel er iu den Verdachteiner irreligiösen Denkarr. Das Aufsetzn, welches dieser Aussatzerregte, veranlaßte eine Untersuchung, welche bei der aufgeklärtenund milden Leimarischeu Regierung keine nachthciligea Folgen fueden Verfasser gehabt haben würde, wenn derselbe nicht mit Niedek-leguug seiner Grelle gedroht hätte, worauf er seine Entlassung er-hielt. Er verließ nun im I. l7yy Jena nnd Privatisiere eine Zeit-lang in Berlin. Im Sommer 180; wurde er Professor der Philo-sophie in Erlangen, mit der Erlaubniß, den Winter in Berlin zu-zubringen. Wahrend des Französisch-Preußischen Krieges ging "«ach Königsberg, wo er auch eine kurze Zeit Vorlesungen dielt,kehrte aber nach hergestelltem Frieden nach Berlin zurück, woim I. lgio bei der »euerrichreten Universität als Professor der Phi-losophie angestellt wurde und noch jetzt diese« Amt verwaltet.zu lebhaftes Sedstgesühl und eine gewisse Unbiegsamkeit, die er umCharakterstärke zu verwechseln scheint, haben ihn fast an alle« O»enseines Aufenthalts in unangenehme Händel verwickelt, wie er dennanch noch neuerlich mährend seines Rektorats bei der Berliner Uni-versität mit seinen Eollegeu sowohl als mit den Studirenden l» wi-che Collisionen gerieth, daß er sich genöthigt sabe, das Rektorat v»>der Zeit niederzulegen. Sein philosophisches System läßt sich umso weniger kurz nnd verständlich darstelle», da er es selbst m-w'Menge dunkler Formeln eingekleider und auf sehr verschied»" rw",edargestellt hat. Das Grundpriucip desselben sollte der Satz wvn.k — ^ oder Ich bin JL- Dieses Ich soll ferner als ein reines Jan-dein gedacht werden, das aber, weil rS in gewisse unbegrettilwSchranken eingeschlossen ist, sich iu seiner Thätigkeit gehe'mnt siey,und nun vermöge dieses Anstoßes ein Nickt-Ich setzt "A.eine objective Welt anschaut. Das Ich kaun sich daher nicht se >fetzen, ohne zugleich sich selbst ein Nicht-Ich iiitgegen lst> i^en ,aber eben darum ein bloßes Produkt des Ichs ist. Das Ficht»!System ist sonach ein strenger Idealismus, indem das Ria" ° -das Wirkliche, was wir außer uns setzen, nach diesem Sv1»me nein Geschöpf unsrer eignen innern Thätigkeit ist. Dasselbe »ck, ""