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der Tauzknnst versteht man darunter den, nach gewisse« Linien be»fchriebeuen, Weg, welchen der Tänzer zu nehmen dar, bei der bil-denden Kunst schränkt man den Begriff Figur meist auf die Men-schenfigur ein, und bedient sich für die übrigen Gestalten des Aus-drucks Form. Da jede Figur als solche dem Raume angehört; s»ergibt sich von selbst, daß nur in den Künsten des Raumes von Fi-gur in eigentlicher Bedeutung die Rede seyn, und daß in denKünsten der Zeit dieser Ausdruck nur ««eigentlich genommen werdenkönne- Die» ist namentlich der Fall in der Poesie. Gewöhnlichspricht man zwar bloß von rhetorischen und nicht von poetiiche«Figuren, unstreitig aber nur darum, weil die Rhetorikcr früher dar-aus Rücksicht genommen hatten, als die Poetiker. Wir wollen sieRedesignreu überhaupt nennen, und fragen zuvörderst, wie manwohl darauf kam, der Rede Figuren zuzuschreiben? Adelung, derdiese Figuren für Modisieationc» des Ausdrucks erklärt, die Lebhaf-tigkeit des Stils zu bewirken, vermuthet, der Name Figur sey vonden stärksten und lebhaftesten Hülfsmitteln dieser Art entlehnt. wel-che wirklich etwas Bildliches entbalten, und nachher auch auf dieübrigen ausgedehnt worden; man kau» aber im Allgemeinen sagen,diese Figuren seyen Arten der Sprache, sich besonders zu gestalten,und dann erklärt sich der Name von selbst. Wie dem aber sey, so istgewiß, jene besondere Gestaltung sey jedes Mal eine Abweichung vonder Sprache des gemeinen Lebens, mit der Absicht, lebhafter dadurchauf die Einbildungskraft zu wirken. Der Ausdruck ist nun nicht meisteigentlich, in Begriffen für den Verstand, um den Gegenstand zsbezeichnen, sondern «»eigentlich oder figürlich, bildlich, für die Ciwdiidungskrafr, um diese zu stimmen. Von einem Greise sagt mauz. B. der Abend seiner Tage» und dadurch wird der trockne Begriffvvm Ende des Lebens in eine schöne Umgebung eingehüllt, wodurchdas Unangenehme dieses Begriffs ««feine bewundernswürdige Weist
gemildert wird. Mau kann. ^ .
lerscheiden, i) solche, di
> Übrigens der Sprachfiguren dreierlei u"'tesich auf die bestimmten W»r^
gleichung, Gieichniß, Personification, Anrufung, Andeutung, HAsüag, Antithese, Zergliederung, Steigerung, Hyperbel, Mekaplst''Allegorie), z) solche, die sich auf den Klang beziehru,musikalisch-poetische (Wortspiel. Echo,Annvmination, Allcker»tion, Assonanz, Reim). Die Tropen sind nichts als untergeordn"Figuren. Den bestimmten Unterschied zwischen beiden und die LlMsificatjon derselben s. jedoch inPölitz allgem. Sprackknn d e Aißt- fg-. 2» »er Musik bedeutet Figur eine Reihe etlicher,hinter einander folgender, in der Höhe abw chselndee, Tone. ü« 'reo Stelle man bei einfacherem Spi- k oder Gesang nur Lir"« st-genommen haben würde. Den Namen habe» solche Tön?weil diese Notenformela insgemein durch Striche verbundenallerhand Figuren bilden, und ehedem besondere Namen hatte» >.Schwärmer, Rauscher u. s. w. Fi - ural- oder Figur t r k« ^fik oder Gesang steht im Gegensatz mit der einfachen Cboralmusir ^Choralgesana, welche solche Figuren nicht baden. In manchen arerStädten muffen daher Standespersone» hei ihrer Trauung no« s > ^ralqebühren (dieGebühren dervollstimmiaen Musik)entr»«'* 'gemeine Leute nur Chsral-etühren (einfache) bezahle» «