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Figuratio», die Belebung der Rede durch bildliche Ausdrücke undverschönernde Wortstellungen. Figuranten sind beim Ballettanzdiejenigen Tänzer, die nta>t einzeln, sondern truppweise tanzen undalso nur zu Ausfüllung und gleichsam zum Hintergründe für dieSolotänzer diene»; tm Schauspiel: Personen, die nichts zu sprechenbaden, sondern bloß auftreten müssen, um den leeren Raum auszu-füllen und die Handlung vollständig zu machen, z. D. Soldaten, Sklaven,Bauern und Bäuerinnen. Der Äebnlichkeit wegen sagt man au» vonftnem unbedeutenden Geschäftsmanne, der zwar in der Reihe Andererstinen Platz einnimmt, aber wenig oder gar nicht mitarbeitet, er sey»in bloßer Figuraut. Nach Beschaffenheit der Personen also, vonwelchen die Rede ist: Nebcntänzer, stumme Personen, Lückenbüßer.Figurine, heißt eine kleine gemalte» geschnitzte oder in Metalltzegvffene Figur aus dem Alterthum'. Desgleichen auch heißen Fi-gurinen Nebenfiguren, die besonders bei Landschaften in der Ferneangebracht sind. Frgnriren, in die Augen fallen, hervorstechen; eineRolle spielen, sich auszeichnen. Zuweilen heißt es aber auch gerade dasGegentheil, nämlich bloßer Lückenbüßer ftvn; z. B. der Schauspielers,tst bloß zumFiguriren da. FigutlnerEbor ist,wenn z.B.dieDiscant-stimme einen Liedervers nach der Airchenmelodie singt, die übrigenStimmen aber zugleich einen andern komponirten, jedoch mit demChvralton Harmonik, nden Lcrt absingen, was vorzüglich in Mottet-ten und üracorien geschieht. Bei Kunst- und Fabrftsachen heißt figu-rirt: gemodelt, gemustert, und in der Handwerkssprache mancher Ge-genden : passig, z. B. eine figurirte Kaffeekanne; figurirtcr Damast.Figurrtbank, eine Dreh-oder Drechselbank für Kunstdreher.Ftgurismus heißt in der Schultheolvgit die Vorbilderlehre, ebenso viel als Typologie. G. dieses. Figur ist, ein Maler, derFiguren malt, besonder« theatralische Dekorationen. Desgl. einTänzer, der figur rre oder theatralische Lanze zu tanzen versteht;das Gegentheil von Figuront.
Filament, die Fastr oder Aaser bei Pflanzen und Thieren;auch in Blumen der Staubträger oder Staubfaden, der dem Gtaub-denrel zur Unterstützung dient.
Filangieri (Gaetano) , ein berühmter Publtcist, wurde ge,boren zu Neapel im I. 1752. Er entsagte frühzeitig den Militär-diensten wie! er, in die er auf den Rath seiner Verwandte» getre-ten war, und legte sich auf das Studium der Alten, der Geschichteund Philosophie. Später wählte er Moral, Politik und Gesetzgebung>u seinem Hauprfach. Seif i ?74 arbeitete er als Advokat bei de»Gerichtshöfen, wurde 17-7 königlicher Kammerherr und Marschall,erhielt 1732 eine Kommende und 1782 das Priorat von St. Antoniodl Tarn». Mit königlicher Genehmig».'« bezog er t/flz nebst seinerGattin ein Landhaus dei der Sradt la Capa, fünf Deutsche Metiervon Neapel, um mit mehr Muße seine Studien fortsetzen zu kvnuen. Im Z. 17,7 trat er als B isitzer tn das königliche Öderfinanz,koileginm; alle n diesen ehrenvollen Posten bekleidete er nicht langeSeine durch anhaltendes Studiren und seine wichtigen Geschäfte inDienste des Staats geschwächte Gesundheit erlag der Hypochondrie«nd der Tod endigte den rr. Juli i?88 sein rühmliches Leben. DieResultate seiner virljährigen Forschnnaen über aileAweige derStaats.vkonvmie und der bürgerlichen Woblfabrl sind in seiuem unsterblichenWerke niedergelegt: L.» »viou»« soll» loßiolmuon,. U«»a. »7s» —