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Flämisch, so viel als Flandrisch oder Niederländisch, z.Flämisches Recht, d. i. die Vorrechte, welche denen, die im mitt-lern Alter ano Flandern und den Niederlande» ausgezogen waren,bei ibrer Niederlassung in Deutschland zugestanden wurden. ,
Flagellanten. Name einer Sekte im i z. Jahrhundert, d»ihre Buße nicht desser als durch Geißeln üben zu können glaubte.Man nannte sie, weil sie an ihren Kleider» auch hinten und vor»Kreuze trugen, auch Kreuzbrüder. Der Einsiedler Rainer inrugia wird als Urheber dieser Sekte umsJahr 1260 genannt. Bai"fand er fast a» allen Orten Italiens Anhänger, und im folgendenJahre verbreitcte sich seine Lehre epidemisch über die Alpen »"ckBaiern, Böhmen, Sachsen, Thüringen, Magdeburg und Niedersachsen. Alt und Jung, Vornehm und Gering zog durch die Städte,geißelte sich und vermahnte zur Buße. Die Anzahl vermehrte n«bis zu 10,000, die umherzogen, von einigen Priestern geführt, AFahnen und Kreuze voranrrugen. Um das Jahr 1349 erneuerte Mdiese Sekte in Ungarn, und verbreitete sich durch Deutschland,
Irn, Frankreich und Italien. Sie sagten, ein Engel habe eine»Brief auf den Altar des Apostels Petrus in Jerusalem gelegt, n>ot>»gemeldet worden, daß Christus über die Sünden der Christe»^sehr erzürnt sey, die Jungfrau Maria aber habe für sie gebeten,wer nun 34 Tage lang solchergestalt sich geißeln würde, solle Verge-bung aller seiner Sünden erlangen, denn sein Blut vermische st"mit dem Biure des Heilands. Anfangs hatten sie für ihre Gest»'schaft ordentliche Gesetze. Wer zu ihr stieß, mußte täglich wrEstenS z Groschen zu verzehren, alle seine Sünden bekannt habtn. s. w. Ein Verehlichter duisle nur mit Einwilligung seines Eistgenossen hinzutreten. Nach und nach schlichen jedoch immer nie»Mißbrauche und Unordnungen ein, vnd fast alle Regierungen nstUcitcrren daher, sie, zum Theil mit größter Strenge, zu unterdrucke».
F lagcolet. r) Der Name einer kleinen elfenbeinernen s>oi»
4 bec, womit man den Kanarienvogeln kleine Melodien einlernt--) eine besondere Art des Lrakkements der Geigen, wodurch »eTon einer solchen Flore nachgeahmt wird. Der Finger »ämUAwelcher den zu lnkonirendcii Ton greift, drückt die Saite nicht, u>gewöhnlich, a»f das Griffbret nieder, sondern berührt sie nurga»'sanft, während der Bogen mit einem sehr gleichen aber schneidendeStriche über die Saite geführt wird. Die Stellen, wo dieß
den soll, vfl.gte man mit blrurino. oderSon; li-rrvonigire», likstelnoni ormooiciti IN bezeichnen, vnd über die ganze Stelle el»'^«urmförmige Linie zu ziehen; wo aber mit dem gewöhn»"^Tone soll fortgefahren werde», setzte man knoxo. abbr. la»
or-lin»»ro.
Flagge, die; die große insgemein viereckige Schiffsfakme voleichtem wollenem Zeuge, welche aus die Spitze eines Mastesaus das Hintertbcik des Schiffs aufgesteckt zu werden pflegt, und ndurch ibrö Breite und Größe von andern Schiffsfahnen unterschelveAlle Schiffe könne» hinten und vorn eine Flagge aufstecken: aber » ^der Admiral führt die Flagge auf dem großen Mäste, welche a»>,»Kriegsschiffen in engerer Bedeutung die Flagge genanntvnd «irrerderselben noch eine kleinere Fahne, einen Wrmpel. -s „W-zppen und die Farbe der Fahne bezeichnen die Nation, den scder OWere und die außerordentlichen Gelegenheiten, »er werw