Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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IX
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«-gliche Bewegung ist nämlich entweder fortschreitend, oder -redend,oder ichwingcud (zitternd). Die letztere Art von Bewegung, wennsie stark und schnell genug ist, um auf unsere Geh-rwerkzeuge zu wir-ken , (wozu wenigstens ungefähr zc> Schwingungen in einer Sekundeerfordert, werden) ist ein Schall. Ein bestimmbare? Schall wird«sang, ein unbestimmbarer wird Geräusch und die Geschwindig-keit der Schwingungen wird Ton genannt. (Die Französische Spra-che hat für die drei verschiedenen Begriffe von Schall, Klang undTon uur da« einzige Wort »o n). Cbladni hat in seinem zu LeipzigsiivL im Deutschen und zu Pan« igoy Französisch erschienenen Werte«der die Acustik das Wesentliche von alle dem, wa« in diesem Theileder Physik von ihm und von Andern entdeckt worden ist, vorgetragen.Die Hauptgcgenstände sind l) die Tonlehrc oder der arithmetischeTheil , wo bloß von den absoluten und relativen Geschwindigkeiten derSchwingungen die Rede ist, und zwar erst von deren ursprünglichenVerhältnissen, sodann von den zur praktischen Ausübung nothwendi-gen kleinen Abänderungen dieser Verhältnisse oder von der L, mpera-tur. H) Die Gesetze, nach welche» sich die klingendenKörper bei ihren Schwingungen richten, und welche sichbei i-eder Art von klingenden Körpern durch verschiedene Erscheinun-gen äußern. Dieses ist die erste Abtheilung des mechanischen Theilsder Acustik. Vei alle» klingenden Körpern ist die Elasticität als diebewegende Kraft anzusehen; ein klingender Körper kann also seyn») durch Spannung elastisch; diese Körper, wenn bei ihnennur eine lineareRichtung in Betrachtung kommt, sindSaiten, wennste aber memdranensörmig ausgedehnt sind, sind es Pauken- undTrommelfelle, b) Durch Druck elastisch; hierhergehörtdie in Blasinstrumeuten eingeschlossene Luft, welcheüch auf mannigfaltige Art der Länge nach ausdehnt und zusammen-steht, und in manchen Instrumenten durch Oeffnung und Schließungder Seiceniöcher verkürzt oder verlängert wird. e) Durch innereEteifigkeit elastisch. Diese Körper können entweder linear d. i.vorzüglich nach einer Richtung anSgedebnt seyn, wie alle Arten ge-rad-r und gekrümmter Stäbe, ob-r mcmbranförmig d. i. nach mcb-vern RMungen ausgedehnt, wohin Scheiben, Glocken und Gc-^ße gehören. Vormals kannte man nur die Schwingungen einerSaite, und die Schwingungen der Luft in BlaSinstrumenten; Chladuidar aber, so viel es sich thun ließ, auch die Schwingungen aller an-der,, Arten von klingenden Körpern unteisucht. IN) Die Lebre vondorFortleituna des Schahs sowohl durch die Luft und andreUlftsvrmige Flüssigkeiten, als auch kurch andere feste oder tropfbaröU'sige Materien, welches bie zweite Abtheilung des mechanischenTheils ist. tV)Die Lehre von der Empfindung des Schalles,Aer von dem Bau und den Verrichtungen der Gcdörwerkzeuge beiMcnsmen und bei Thieren, welch, s der anatomisch phpsiologischeTheil her Acustik ist.

Adern, sind die häutigen und muscnldscn Kanäle im thierischenKörper, welche das Blut aus dem Herzen durch alle Theile des'Körpers und wieder nach dem Herzen zu>ückf»hren. AuS demKerzen, welches den Mittelpunkt der für das Leben unumgänglichen«vthwcndigen Blutcirculakion bildet, erheben sich vier Hauvtadern»weiche sich »ach und nach in mehrere Aestc theilen, die immer wiederhe/beilt sich durch den ganzen Körper in unzähligen Zweigen bs« in»tue äußersten Theile verbreiten. Von diesen „er Hauptadern, auf