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einem Himmelskörper beigelegte Bestrebung, sich von einem ander»wegzubewegen.
Abweichung. Die Handlung, da man von Etwas abweicht,sich von Etwas entfernt. In der Sternkunde nennt man Abwei-chung b,r Gestirne, den Bogen eines größten Areises, welcherdurch beide Weiipole geführt worden ist, von den Sternen an gerech-net, bis zum Gleicher. In der Naiurlehre, die Abweichung derLichtstrahlen, wenn einige Lichtstrahlen der Achse oder Linse in de»Sehrohren näher, andere aber davon entfernter gebrochen werden.
Äbwcichungs-Krcis, i» der Sternkunde derjenige Kreis,der durch beide Weirpvlc und durch den Punkt« wo sich das Gestirnbefindet, gezogen ist, und aus dem Gleicher senkrecht stehet.
Accom mod» tio n, die, ist eigentlich die Anpassung einer Sachean eine andre oder die Einrichtung derselben zu einem gewissen Zwecke(von Lvoon>n,os,rs. anpassen, einrjchten, bequemen). Man brauchtaber jenes Wort vornehmlich in dreierlei Bedeutung: l) in Anse-hung des geselligen Umgangs, wenn jemand sein Verhalte»nach bcn Minichen oder Launen eines Andern einrichtet; r) iaAnsehung bcs Unterrichts, wenn jemand in seiner Lehre sich z»den Vocurlheiien oder der Fassungskraft eines Andern herabläßt;z) in Ansehung der Auslegung, wenn jemand den Sinn einerSchrift so erklärt, wie es den eignen An - ober Absichten des Ausle-gers gemäß ist. In der Theologie nimmt man das Wort hauptsäch-lich kn den beiden letzten Bedeutungen. ES behaupte» nämlich vieleTheologen. daß Jesus und die Apostel nicht inimer ihre Meinungüber gewisse Dinge gerade heraus gesagt, sondern, um Anstoß j»vermeiden, einiges verschwiegen, andres so vorgetragen hätten, wiesie glauoren, daß es ihren theils noch rohen, theils vorurtheilsvollenZeitgenossen am verständlichste» vnb beifälligsten seyn würde. Dießnennen sie dann Accommodatjon von Seiten Jesu und der Apostel;wogegen andre Theologen behaupten, Laß eine solche Acconimodation«icht als eine bloße Herablassung, sondern als eine Art von Täuschungzu betrachte» sep» würde, die sich mir dem Eharakker jener Männernicht vereinigen laße. Wer aber eine solche Accommodati'vii annimmt,der nimmt und erklärt auch viele Aussprüche Jesu und der Apostelin einem andern Sinne, als es der bloße Worrverstand mit sich brin-gen wurde. Und dieß heißt baun Accvmmvdativn von Seiten desAuslegers, wiewohl diese Accommodation viel weiter gehen kann, sobaß sie sich in eine bloße Veguemulig der heiligen Schrift nach bei»Sinne des Auslegers verwandelt. Es ist also offenbar etwas ga»ianders, wen» man sagt, Jesus und die Apostel haben sich der Denk-art ihrer Zeitgenosse» accommodirt, als wenn man sagt, eln Ausle-ger habe die Ausspruche jener Männer oder überhaupt die heiligeSchritt seiner eigne» Denkart accommodirt. Das Letzte wird oft auchmit einem milder» Ausdrucke Accommodation nach den B dürfttmenbeS Zeitalter« genannt, weil jeder Mensch ein natürliches Bestrebenhak, das Gepräge seiner Denkart dem Zeitalter aufzudrücken.
Acustik, ist die Lehre vom Hörbaren, vvm Schalle. Vormalswurde duftr Theil der Pbpj'ik in den Lehrbüchern gewöhnlich bei derLebte vvu der Luft vorgetragen; dies ist aber nicht der Natur gemäß,westldik L«ft nur der gewöhnlichste Leirer des Schalles ist, und levefeste oder ssüssige Materie eben so wohl als die Luft theils selbst sch?/°le», theils den Schall anderer Körper fvrrleiten kann. Sie ist »>>0»»eimeyr sls ein Theil der Lehre von der Bewegung anzusehen,