Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
XXI
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^ Anthologie (die Griechische). E0 wurden im Alterthummehrere Blumeulesen oder Sammlungen kleinerer, meistens epi-grammatischer Gedichte von inebrern Verfassern, die sich durch vor-zügliche Schönheit und Naivetät in Gedmken, Wendungen und Aus-drucken auszeichneten, veranstaltet. Der erste Sammler der Artwar Meleager, ein Syrer, der etwa yo Jahre vor tzhr. Geb. ausfremden nnd eigenen Gedickten eine Auswahl machte; später thatenein gleiches Pbilippus von Lhessalonich. wahrscheinlich zur Zeit Tra-ians; Diogenes Herakleota unter Hodrian; Strato, im 2. Jahr-hundert nach Chr., der die Meleagerscke Sammlung vermehrte, undAgakdias im 6. Jahrhundert, der bloß neuere Stücke samn»lre undsie in sieben Büchern verfaßte. Aber alle diese ältern Sammlungensind für uns verloren gegangen. Was wir noch besitzen, sind meispätere, die eine von Konstantinus KephalaS im lo. Jahrhundert,der bei seiner Lese die frühern, besonders die von Agathiao, sehrbenutzte, die andern von Marimus PlanudeS, im 14. Jahrhundert,einem Mönch zu Constantinopel, der aber durch seine geschmackloseAuswahl aus der Anthologie des KepbalaS den bisherigen Verrathmehr verstümmelte als vermehrte. Letztere ist die gewöhnlichste.Eie enthält siebe» Bücher, die, mit Ausnahme des fünften undsiebent.n, in Unterahkheilungen nach alphabetischer Ordnung zufal-len. Nur in einzelnen Theilen stimmt sie mit der Anthologie desKephalas zusammen, die sich nur in einem einzigen Cvder, welchervon Heidelberg «ach Rom und von da 1797 nach Paris kam, erhal-ten hat. Jm Deutsch n ist dusch Herders, Sontags, Etoldergs,Boßens, CouzenS, Jakobs und Anderer Uebcrsehuugcn die Grie-chische Anthologie nicht mehr unbekannt, und die „reiche FüllePoetischen Lebens, die in diesen kleinen Gemälden herrscht, die Zart-heit schöner Gefühle, die fröhliche Heiterkeit, die reine Größe einerkdeln »nd wahrhaft humanen Denkungsart, die a«s ihnen hervor-leuchtet, hat die Gemüther unbefangener Leser mit verdienter Be-wunderung ergriffen."

Anziehung sAttractivu) nennen wir die Erscheinung, da?gewisse Körper ein Bestreben zeigen, sich einander zu näbcrn, sichWirklich nähern, und nach der gegenseitigen Berührung an einanderhängen bleiben, wenn sie nicht anfgehalten werden. Sie ist sehrallgenrein nnd weit verbreitet. Nickt nur feste, sondern auch flüssigeKörper hängen mit ihren Theilen zusammen, und leisten Wider-wand, wenn man sie lrennrn will. Dieß thut selbst das Wasser,slussigkeiren vereinigen sich in Tropfen; Tropfen, wenn sie sich nä-^krn, in größere Massen. Flüssige Körper hängrn sich an feste, bcson-As an solche, die eine sehr glatte Oberfläche habm, z. B- an GlaS.

steigen ferner in feine Ndhrchen von selbst hinauf u. s- w. JederKörper neigt sich, freigelassen, zur Erde. wenn er aufgehoben war,Mb fällt gegen dieselbe. Der sonst senkrechte Bleiwvrf nimmt in der?>ähe hoher Berge eine schiefe Mickkrina «»; das Meer strebt gegen°rn Mond an, der Mond selbst wird stets nach der Erde, bje Erde"ebst den übrigen Planeten nach der Sonne hingezogen. In dem»anzen Laufe der Himmelskörper herrsche das unverkennbare Gesetz

gegenseitigen Annäherung. K»rz, diese Erscheinung ist so ver-leitet in der Natnr. daß man geneigt wird, sie für eine allaenumeIlse»schoft sor Körper oder für Regel anzusehen, von iv Icke, dieSallr, wo sie nicht Statt findet, nur Ausnahmen sind. Newton