Arch
mitgenannten Nationen den Kriechen entweder vorgearbeitet, oderEinfluß auf sie gehabt, ober mit ihnen gewetteiferc hatten, oder aufihrer Bahn forrgcwanoclr waren- Und weil man, die Kunstgeschichtejener Nationen zusammenfassend, gleichem die Naturgeschichte derKunst durch alle Peirode», vvm Beginn der Kindesverluche bis zumGipfel der Vollendung hinauf, und zum Verfall der Entartung herab,erhielt; so nabm man die 'Archäologie in jener Beschränkung nm solieber, und mit größerem Schein des Rechtes, als ein abgeschlosse-ne» Ganze-, Die Kunstwerke, welche hier in Betrachtung gezogenWerden, sind die llcberreste i) der Baukunst, 2) der Bildhauerei,3) der Toreutik, 4) der Zeichen», Maler-Knust und Mosaik, 5) derBildgraberej und Münzkunst, und 6) der archäologischen Gcräkhe(4nei<:ssslio). Diese Neberrcste sind in Italien, Frankreich, Spa?»ien, Deutschland, England, Rnsiland nnd Dänemark zcrstrent, »ndnur auf Reise» könnte man sie daher eigentlich selbst anschauend stu-biren, wenn nicht Nachfvrmungen »nd Abbildungen einigen ErsatzSäbgn. Da» Erste, wessen der Archäolog bedarf, ist Kenntniß derSumme des von solchen Kunstwerken noch Vorhandenen, nnd dieArchäologie müßte darum mit einem rcgistrircnden Theile anheben,welcher ein Vcrzeichniß der noch eristirendcn Antiken, ihrer Be-schreibungen, Abgüsse und Abbildungen, so ivie der Museen, Galle-rten, Kabinette, Pakäste und Villen, worin sie sich befinde», nebsteiner Geschichte ihrer Wanderungen nnd Schicksale, enthielte. Lei-der ist dieser nothwendige Theil der Archäologie noch nicht i» seinemSauzen Umfang auSgefühnt. An diesen Theil ivnrbe sich anschließendie Kuustlehrc de» Antiken, al» Kunstgeschichte vorge-wogen, worin über Styl, Methode, Künstlerpraktik und Technik,Geist und Behandlung der Kunstwerke, nach Maßgabe der Kunst-epvchcn, Belehrung ertheilt wird. Dann folgt die Kuustherme-»entik, welche Aufschlüsse gibt über die Symbolik der alten Kunst»nd Künstlerfabcl, über die Art, wie man bei Erklärung der alr. nKnnstiverke verfahren müsse, und die dazu nöthigen Hülfsmittel.Mythologie, Geschichte und Alterthümer dienen hier als HülfSwiffen-lchaften. Die Kunstkritik liefert nachher die Grundsätze, nachdenen da» Antike akS Antike» überhaupt zu prüfen ist, oder al» einer««wissen Periode der Kunst angehörig erkannt wird. Dabei wird vonEchtheit und Unechtbeit, Ansehungen, Ergänzungen, Verfälsckun-^ ««», von Original und Kopie u. s. w. gehandelt. Die Aesthetikue» Antiken endlich setzt dem Studium der Archäologie die Kroneieigt unS den Götter- nud HeroencvelriS als die Summe"er Menschheit, diese Körper als sichtbar gemachte Seele in denmannigfaltigsten Idealen nach Geschlecht und Alter, von der erha-enstcn Göttlichkeit eine» Zeu» bis herab auf den Eatvr, wo sich die^lrnschennattir in da» Thierische verliert. Sie lehrt unS einbrin-gn in die ästhetischen Ideen, die den Kompositionen zum Grunde"'««», Anordnung, Handlung, Ausdruck derselben bestimmend,«acht aufmerksam auf den reinen Geschmack, die edle Einfall, die°»»kv»imene Zweckmäßigkeit. Eine also angelegte Archäologie dürfteAnforderungen an ein zweckmäßige« Studium derselben GenügeRock aber ist kein Werk vorhanden, welche» dieser Idee> »anz entspräche, indeß gibt eS doch einige, die weit größere Empseh»verdien- n al» die (Band I. S. ivS), ich weiß ni»k aus welchemIrrthum, vorzüglich empfohlene» v»o Nitsch, die bloße Komxi!>