Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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XXIV
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2X1* Apu Arch

tbeildaft ausgezeichnet. Sein wcltlänftigstes und berühmtestes Werkist der goldene Esel oder milesische Erzählungen in eilfBüchern, wovon unter andern Rode eine Ueberseyung geliefert bat.

Aragvnien, ein Spanisches Königreich, daü im Norden vonden Pyrenäen § in Westen von Navarra und Kastilicn, in Süden vonValencia und in Osten von Katalonien eingeschlossen nnd vvm Ebrodurchschnitten wird. Es ist von seinen fleißigen Bewohnern gut an-gebaut, und nur, wo der sandige und steinige Boden die Kulturverschwitzt, ist es unfruchtbar und dürre. Die Zahl der (kinwvhuerbestes sich nach der letzten Zahlung von 178^ über 600,000. DerÄdel Aragoniens genoß ehemals großer Freiheiten, und durfte deinKönige die Herrschaft mit folgender stolzen Formel übergehen: „Wir,die wir so viel gelten, als Ihr, machen Euch zu unserm Könige undHerrn, mit der Bedingung, daß Ihr uns untere Rechte und Frei-heiten ungekränkt laßt, und antzers nicht." Mein schon Philipp H-scbmälerle und beschränkte diese Freiheiten scbr, und als sie sich imSuccessionskriege gegen Philipp V. erklärt und Carl lll. von Oest-reich für ihren König anerkannt hatten, bestrafte sie dieser im Jahre1714 dadurch, daß er sie mit Vernichtung aller ihrer Vorrechte denAastilianische» Gesetzen unterwarf. Als Spanien noch in die Reichevon Kastllieu und Aragonien getheilt war, gehörte zu dem letzter»noch Valencia, Katalonien und die Palearischen Insel». Wein undWolle sind die wichtigsten Ausfuhrartikel desselben.

* Archäologie ist in weiterer Bedeutung Alterthumskunde über-haupt, welche die Zustände und Verfassungen der Völker der allenWelt kennen lehrt, entweder im Allgemeinen oder im Besondern,Hebräische, Jüdische, Griechische, Römische, Deutsche, GallischeArchäologie u. s. w., in engerer Bedeutung aber wird darunter ver-standen die Wissenschaft von den Antiken oder Kunstbenkmalen desAlterthums, als Werken schöner Kunst, und dann sagt map biswei-len Archäologie der Kunst, bisweilen jedoch auch Archäologie schlecht-hin, weil man gewohnt ist, bei dem bloßen Namen Archäologie, imGegensatz der Antiquitäten, an die Kunst zu denken, wie bei demAntiquar an den Literatur, bei dem Archäologen an den Kunstfor-scher. Diese Kunst-Archäologie kann ebenfalls eine allacme'me seyn,z. B. Stieglitz Archäologie der Baukunst, oder eine besondere eineroder mehrerer einzelner Rationen. Seltsam kann es scheinen, daßman gewöhnlich nur an einige Rationen des Alterthum- denkt, wen»man von Archäologie der Kunst überhaupt spricht, an die AegvPteknämlich, Griechen, Etrnsker und Römer, so daß Archäologie i»engster, jedoch gewöhnlichster, Bedeutung erklärt werden muß, als:die Kunde von den Antiken der Aegypter, Grieche», Errusker undRömer. Der Grund bievon (wenn man ihn nicht in einer Einseitig»feit der Philologen aufsuchen will) ist, weil man in dem Studiumder Antike »ach etwas Höherem als bloßer Kunde derselben, nacheiner Aesthetik der Kunst des Alterthums nämlich strebte,hie man nur bei einer Nation abstrahiren konnte, deren Kunstwerkeals klassische Muster für alle Zeilen da stehen. Eine solche Nationwar die Griechische, deren Kunstwerke man auch bei der Archäologie,insofern diese Studium der Antike als des klassisch Schönen in bil-dender Kunst des Alterthums seyn soll, vorzüglich im Auge hat.Vor darum beschränkte man sich nicht allein auf sie, weil die vorym