Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
XXXI
JPEG-Download
 

xxxr

Aue

Skizze gehen wollen. Nachdem das große Preußische Heer durch einZusammentreffen unglücklicher Umstände und falscher Maßregel» so zer-theilt worden war, daß ein Tbeil desselben zwischen Merzehnheilige»»nd Jena unter dem Fürsten Hohcnlohe und der andere unter des Her-zogs von Braunjchweig Oberbefehl bei «uerstädt stand, ohne mitein-ander in direkter Verbindung zu seyn, wurde diese 'Abtheilung vsmLorps des MarsthaUö Davvust geschlagen, während sie auf dem Wegewar über Naumburg abzumarschjren, um die nun doppelt wichtigenDperariouSlinien an der Elbe und Oder zu gewinnen, da mau die ander Saale bereits verloren hatte. Diese Armee bestand aus drei DivisionennnterOranieu, Wartensleben undSchmettau und zweiDivisioneu Re-serve unter Kalkrcuth. Am iz. Nachmittags traf die Division Echmet-rau bei Auerstädt und Gernstadt ein und haue die Bestimmung, die un-angreifbaren Desileen von Köscn z» besetzen; doch man nahm wie izuallem auch hierzu sich zu viel Seit, denn als am >4. Früh die Vorpo-sten bei Hassenhauseu ankamen, stießen sie schon auf die dort bivoua-kireude Division Gudin, welche durch eine» forcirteu Nachkmarsch (vorwelchem die Preußischen Offiziere sich so fürchteten) dc» Äöseuer Bergbereits erreicht und besetzt hatten. Der Marsch nach Naumburg solltenun sorcirt werden, oder mit andern Worten, man wollte sich durchdie im Wege stehende Französische Armee durchschlagen. General Blü-cher machte daher, indeß die Leten der Infanterie sich entwickelten,mit 25 Escadron Cavallerie und einer reitenden Batterie einen hef-tigen Angriff und warf die Franzosen bis hinter Hassenhauseu zurück:doch mir einem Male gerieth sie in dem undurchdringlichen Nebel, derdie ganze weite Landschaft bedeckte, in das Französische Artillcriefener;ihre Batterie wurde fast gänzlich demontirt und sie mußte mit demVerluste dcr meisten Kanonen wieder retiriren. Jetzt wollte der Her-zog von Braunschweig die Armee zur förmlichen Schlacht formircn,um diese, wenn der Nebel gefallen sey, erst zu beginne«; doch erwMr von Möllendorf und selbst dem Könige überstimmt, die Armeetuckte fast im Laufen mitten durch den dicken Nebel gegen das feind-liche Kartätschen - und Muskckcnfener vor. Doch in der Dämmerung,die Alles umhüllte, verlor man bald die Concentration; auf sechs ver-schiedenen Puncten, bei Rehhausen, Haffenhausen. bei Auerstädt,Doppelt, Lruchwitz und Gernstadt schlug man sich, bald siegend, baldUlcht; mau sah weder die Batterien, noch die herangeschlichenen Ti-raülrurs, welche den unsichtbaren Tod in die Reihe» des PreußenAle». HM um yllhr ward GeneralEchmcttau durch einige Flinten-schüsse tödtlich verwundet und außer Stand gesetzt, weiter zu kommandi-; jetzt stellte sich der Herzog selbst an die Spitze des Grenadier-Batail-MS Hanstein, um Haffenhausen mit Sturm wegzunehmen, da,traf

-hn eine Mnsreteiikngel, die über dem rechten Auge eindrang, er stürztevom Pferde; es war der letzte Augenblick, wo er eine Preußische Ar-sah. Mit seinem Falle war das Heer ohne Anführer; niemand,mbst der König nicht, kannte genau seinen entworfenen Operation-,Äsn.. Die Unordnung ward so allgemein, daß jeder Regiments.- und^ataillonSchef nach eigenem Gutdünken vorrückte oder retirirke; selbstem entschlossener Kavallerieangriff, den Prinz Wilhelm wagen wollte,>oard vom Feinde abgeschlagen und es war eben Mittag als die Ka-vallerie durch Auerstadt retirirte. Indeß war dem Marschall Davouststm Hauptmandver gelungen, der Preußisch« linke Flügel war durchLouv.Lex. Anhang zum l-u. ll, Bde. «