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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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mähllgen Verfall des StaatS. Unter ihm begann der unglücklichepeloponnesische Krieg, der endlich mit der Eroberung Atbens durchdie Lacedämonier endigte. Dir Ueberwundenen mußten sehr demü-thigende Bedingungen ob» den Siegern annehmen, doch behielt derStaat noch den Schatten seiner Eristenz. Es wurden dreißig obrig-keitliche Personen eingesetzt, welche den Staat regieren lollten, aberunter dem Schutze der laccdämoniichen Besatzung Willlüdr und Grau-samkeit übten. Nach acht schrecklichen Monaten zertrümmerte Lhra-sybul diese Tyrannei» stellte die Freiheil her und führte die alteVerfassung mit einigen Verbesserungen wieder ein. Ätben fing aufsneue an, sich unter dc» Griechisschen Staaten zu erbeben und warim Bündnisse mir den Thebancrn glücklich gegen Svarta. Alleindiese neue Periode der Macht dauerte nicht lange. Ein gefährliche-rer Feind stand im Norden auf, Phllzpx von Macedonien. Im pbo-cischen Kriege hatten die Athenienser sich ihm wider-etzt. Dafürnahm ihnen Pbilipp verschiedene ihrer verbündeten Komme» weg.Die Griechen griffen umsonst zu den Waffe«; die Scklachr bei Ehä-rvnea ward das Grab ihrer Freiheit. Athen nebst andern ^tastenGriechenlands wurde von Macedonien abhängig. Fruchtlos versuch-ten die Athenienser nach AlcranderS Tode ihre Freiheit wieder zuerlangen; sie mußten Makedonische Besatzung in Munrchia einneh-men. Antipater verordnete, daß nur diejenigen Bürger an derStaatsverwaltung Theil nehmen sollten, die über 2000 Drachme»in Vermögen besaßen- Bald darauf wurde Arheu vorn Eassaudereingenommen, da eS sich gegen Phocions Rath aus die Seite seiuekFeinde geschlagen hatte. Caffander führte die Oligarchie wieder einund ernannte den Demetrins Phalereus zum Verwalter des Staats,der zehn Jahre demselben rühmlich vorstand. Aber die Athenienser,die ihn haßten, weil sie ihn nicht selbst gewählt hatten, riefen denDemetrius Poliorcetes zu Hülfe, welcher die Stadt einnahm, diealte Verfassung wieder herstellte und dafür von den Athenieusern mitden ausschweifendsten Ehrenbezeigungen überhäuft wurde. AIs eraber in den Krieg zog, erlosch die Zuneigung des wankelmülbigenVolks, das ihm bei seiner Rückkunft die Stadt venchloß- Alleiner eroberte Athen, vergab den Bürgern und ließ ihnen ihre Frei-heit, indem er bloß eine Besatzung in Munychium und den Piräeu»legte. Diese vertrieben in der Folge die Athenienser und behaupte-ten nun eine Zeit lang ihre Freiheit. Antigvnus Gonatas unter-warf sie wieder, und in diesem Zustande blu ben sie, bis sie sich »o»Macedonien losrissen und dem achäischen Bunde beitraten. Nach'her verbanden sie sich mit den Moniern gegen Philipp und behieltenunter diesen ihre Freiheit. Als sie sich aber verleiten ließen, bei»Mithridates gegen die Römer beizustehn, zogen sie die Rache Ronwauf sich. Splla eroberte Athen, und ließ ihm nur einen Schein"^Freiheit, dem es bis Vespasian behielt. Dieser Kaiser machteförmlich zu einer Römischen Provinz. Nach der Theilung des Mvmi'schen ReichS gehörte Attika zum morgenländischen Kaiscrthunw, « »theilte das Schicksal desselben, bis es von den Türken erobert unozerstört wurde. . ^

* Auerstädt, ein Sächsisches Dorf unweit Nauinburg, auf derStraße von da nach Erfurt; es hat durch die am ig.Okt. rsoö z>vi>«eder Armee des Königs v. Preußen und der Französ. vorgefallene Schlageiuen Namen in der Geschichte erhalten, von welcher mr hier