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Ber
rost Szaniawsky ihn zu seinem Kapellmeister ernannte. — DerKronprinz von Preußen (nachmals Friedrich II.) nahm ihn im Jahr27Z2 auf Qnanz Empfehlung in seinen Dienst. Benda, stets mitDer Vervollkommnung seiner Kunst beschäftigt, ließ sich in der Aus-führung des Adagio noch von Graun, dem Konzertmeister des Kö-nigs, in der Harmonie von dessen Bruder, dem Kapellmeister undin der Komposition von Qnanz unterrichten. Im I. r?7r trat er
Grann's Stelle als königl. Konzertmeister, und starb als sol-<cher den?ten März 178Ü zu Potsdam in einem Alter von sechsund siebzig Jahren. Der Doktor Burney drückt sich über Bendaso «ins: „Seine Manier war nicht Tartini's, noch Somis, nochVeracini's, noch irgend eines andern bekannten Oberhaupts einerMusikschule; es war seine eigne, die er sich nach den Mustern dergroßen Meister gebildet hatte." — Hiller, im ersten Bande seinerBiographie sagt: „Er brachte auf seinem Instrument die schönsten,reinsten, lieblichste» Tone hervor, die man hören kann. Keiner kamihm gleich in Präzision des Spiels und in der Schärfe des Bogen-strichs. Er kannte alle Schwierigkeiten und alle Hülfsmittel seinesInstruments vollkommen, und verstand die letzter» zu benutzen.Der erhabene Gesang hatte für ihn den meisten Reiz. Von seinenvielen Kompositionen hat er nur zwölf Solv's für die Violine undeines für die Flöte herausgegeben. Unter seine Zöalinge im Ge-sang zählt man seine beiden Töchter, die Gattinnen der Kapellmei-ster Reichard und Wolff, unter seine Schüler für die Violineseinen Bruder Joseph Benda, seine beiden Söhne und viele be-kannte Virtuosen, als Körbitz, Bontious, Pitscher, Veichtner, Rain-«itz, Rüst, Mathes.
Beredsamkeit. Wenn die Sprache im Allgemeinen das Mit-tel ist, Vorstellungen mitzutheilen, so ist es doch nicht hinreichend,daß wir uns durch dieselbe blos verständlich machen; wir müsse» sieauch «ach Maßgabe des Bedürfnisses anwenden können, diese Vor-stellungen aufs tiefste einzuprägen, unsere Mitmenschen für untereUeberzeugungen einzunehmen, für unsere Entschlüsse und Plane zubestimmen; wir müssen ihnen durch die Form unseres Wortaus-Lrucks dasjenige Interesse mittheilen, welches in unserer Seele ge-wisse Vorstellungen begleitet; wir müssen ein Wohlgefallen an derganzen Form unserer Jdeendarstellung bewirken können, welches wementfernt, unsere übrigen Zwecke zu hindern, dieselben vielmehr nombefördert. Diese Fähigkeiten, besondere Wirkungen auf den menst?^lichen Geist durch Sprache und Styl hervorzubringen., sind dieGrundlagen der Beredsamkeit, welche nach Heydenreich dieser--tigkeil ist, ein Ganzes von Vorstellungen dem Erkenntnißvernioge»so darzustellen, daß man zu gleicher Zeit auf Begehrringsoermögen,Gefühlvermögcn und G-uchmack eine der Deutlichkeit und BejUmml-Leit der Vorstellungen nicht nachtheilige, zweckmäßige und harmo-nische Wirkung hervorbringet. — Demnach ist die Vered,ammevon dem Style der bloßen gemeinen Prosa wesentlich venchleoe»,als bei welchem man nichts weiter beabsichtigt, als ver, runden zuwerden; verschieden von der Dichtkunst, in so fern bei dieser die Be-ziehung auf Begehrungsvermögen, Gesühlvermögen und Gejchiiiaccder Hauptzweck ist, dem die Deutlichkeit der Erkenntniß nächstem,vud bet welchem Wohlgefallen an schöner Form die vorzngllw«re->entscheidende Wirkung ausmacht; verschiede» endlich von der mev-nekkunst, als der Kunst sich der Schwäche» der Menschen zu scme«