Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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XLVI
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sicllv zu sindiren. ,§e fühlte einen immer lebendigem Drang sichbekannt zu machen, sich des durch seine» Vater schon berühmt ge-wordenen Namens würdig zu zeigen, und bewog endlich Molino,ihm die Komposition derD»ine invlsidle zu übertragen. SeinWerk war vollendet, aber der Gedanke an den «»gewissen Erfolg,dec ihn, bevorstehe, peinigte ihn aus» Aeußerste, als eine Dame vonseiner Bekanntschaft die Partitur nahm und sie dem berühmten Sac-chini mittheilte. Dieser prüfte das Werk mit Sorgfalt, uud alser vernahm, daß dem Jünglinge alles Talent zum Komxoniren ab-gesprochen worden, ließ er thn zu sich kommen, sprach ihm nicht nurMuth ein und kräftigte ihn durch freundliche Ermunterung, sondernließ ihn auch täglich unter seinen Augen arbeiten. Er gewann ihnso lieb, daß er ihn seinen Tobn nannte, und sein Führer blieb bisan seinen Tod im I. i? 86 . In dem nämlichen Jahre trat Vertonzum ersten Mal öffentlich als Komponist mit mehreren Oratorienauf, und wurde auf das ehrenvollste ausgenommen. Im nächstenJahre brachte er seine erste Oper: proines-a, ll« aufs

Theater, und da auch diese allgemeinen Beifall fand, ging er mirfestem Muthe auf der begonnenen Laufbahn fort. -Bei der Grün-dung des Loiiseimroi, e äs innsique ward er als Professor der Har-monie bei demselben «»gestellt, welchen Posten er uva> bekleidet. ImI. 1807 wurde er zum Direktor der komischen Oper (ü-s Uoulloos)ernannt, legte aber diese Stelle nach zweijähriger, rühmlicher Ver-waltung wieder nieder, um in die kaiserliche Musikakademie zu tre-ten, wo er jetzt erster Lehrer des Gesangs ist. So befindet er sichin demselben Tempel der Künste, der so lange das Eigenthum seinesVaters war, und wo er selbst als Musiker die ersten Versuche sei-nes Talents nmchte. Äußer zahlreichen Opern, von denen wir nurals die berühmtesten t lVjour.ino er irlcpksili«:; Te concert inler-rompu; Lli»e, leine 6 e Oolcoinle; Tes iriuri» Ljsrgons, U. s. w-

uenne», ist Verton auch der Verfasser eines tztammbaums derAkkorde, einer Methode der Harmonie und eines Diktionnaire derAkkorde, über wolche theatralischen Werke wir jedoch kein Urtheilanzuführen haben.

Besessene nennte man in alten und neuen finstern Zelten dieepileptischen >md hysterischen und wahnsinnigen Kranken, und nahman, daß ein oder viele Teufel in solche» Unglücklichen ihr Wesen'trieben. Verstellung im Bunde mit mönchischer Arglist brachte da-mit Mirakel, und Dummheit und Bosheit Luc-, ll-r I c'S zu Stande.Das Licht der neue» Zeit hat diese Werke der Finsterniß enthüllt,aber ob der erorcisirte Teufel nicht hie und da in der Masquc desMagnetismus und Galvauismus l sich einschleiche, mag die Zeitlehren. ^ ^ .

*Bestiminnng des Mensche», die, ist das Ziel oder oerZweck, auf dessen Erreichung die gesammte Thätigkeit des Menschen,als eines veruünstigen Wesens, gerichtet seyn soll. Jenes Zielheißt daher auch derEndzweck der Vernunft und das höchsteGut. Einige haben die Glückseligkeit, andere die Vollkommenheit,besonders die sittliche, oder die Tugend, „och andre beides, in har-Nioul'sche Verbindung gedacht, eine der Sittlichkeit angemel-'ne Glück-seligkeit, für die Bestimmung deS Menschen erklärt. Im gemeinenLebe» »immt man das Wort oft in einer niedern Bedeutung, indemvia» unter der Bestimmung eines Menschen den Berns oderdie Lebensart rersteht, zu welcher jemand durch Geburt, in-aleut,