Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
XLIX
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Schriften beS alten Bunde-', wett man die jüdische -ueli-gionsvetfaffung unter dem Bilde eines Bund-s oder Vertrages zwi-schen Gott uud den jüdischen Volke vorstellt', d,s Gnen-iskve WorkDiakbeke aber, welche» einen B»nd oder V-rtraq bcjtichnet, auch dieBedeutung eines Permächlmsses oder T stanientee r tvmmen bat»Dasselbe Bild trua man auch aus die spatere durch Christum gestif-tete Rcligionsversaffung über, indem man dieselbe als eine Erwei-terung oder Vervollkommnung des alten Bundes, nämlich als . ine»Bund oder Vertrag zwischen Gott und dem aanz-n Men chenge-schlechte betrachtete. Daher befaßt man diejenigen Schriften, wel-che die Christe» als eigenthümliche Urkunden ihrer Religion vereh-ren, linter dem Titel des Neuen Testaments oder der Schrif-ten des neuen Blindes. Zwischen den Schritten des A. undN. T. findet nian in den gewöhnlichen Bibelansaaben noch einigeSchriften, weiche Apokryphen genannt und als ein Anhang zumA. L. berrachtet werden (s. apokryph ische Bücher). Kein Buchin der Welt ist so häufig abgeschrieben, gedruckt, übersetzt und er-läutert worden, als die Bibel, so daß eine Sammlung aller Aus-gaben , Uebersetzllugcii und Erläuterungen der Bibel eine der größ-ten Bibliotheken ausmachen würde. Die C» » st ein ische Bi-bclanstalt in .halle hak sich vornehmlich um Verbreitung guterund wohlfeiler Abdrücke der Bibel in Deutscher Sprache verdientgemacht. Um die Verdeutschung der Bibel selbst aber hat sichLuther unstreitig das größte Verdienn erworben. Den» ob mangleich in neuern Zeiten in den Sinn der biblischen Schritten tiefereingedrungen ist, als es zu Lnther's Zeiten möglich war, so istdoch die Luthersche Bibelübersetzung im Ganzen noch wo»keiner neuern an Kratt und Wurde und Einfachheit übertreffe»worden. Durch diese Uebcrsekung kam auch zuerst die Bibel in ditHände der Laien, denen das Lesen der Bibel schon dadurch verbo-ten war, daß die Bibel nur i» todten, für die Gelehrten allei»'verständlichen Svrachen gelesen werden konuke. Seil der Refor-mation aber ist wobl kein christliches Volk auf der Erde- das nicht?die Bibel in seiner Muttersprache lesen könnte.

Bildlich ist ei» Ausdruck im Gegensatz des eigentlichen, wenmer einen Gegenstand auf lol»e Weise bezeichnet, daß dir Einbil-dungskraft ihn sogleich auf eine Anschauung bezieht. Diese An-schauung kann eine äußere oder eine innere seyn, und die BeziehunLnicht sinnlicher Gegenstände kann auf beide geben. Der bildlicheAusdruck hat Analogie zum Bilde. Wie nicht die vereinzelte Em-pfindungsvorstellung, sondern nur die Zusammenfassung mehrerer i»eine Lvtalanschauung ein Bild glbr, so auch nur verbildliche Aus-druck. Wäre dieß nicht, so müßten wir schon jedes Beiwort zudem bildlichen Ausdruck rechnen; dieses ist aber nur ein Elementdesselben. Vermöge deS bildlichen Ausdrucks wird eine Ideenreibedur» solche Spracbmittel dargestellt, welche die Begriffe auf n-schauunaen führen, und auf eine solche Weise, daß das Ganze derdargestellten Jdeenreibe qlcichtam als Totalanschauung vor der bil-denden Imagination steht. Das Bildliche ist wohl zu unterscheidenVon dem Sinnbttdlichen, Tropischen und von dem Blühende».

^ Billington (Madame), «Ine der ersten Sängerinnen vo»London. Bei der Trauermusik zur Ehe» Handels im 4. l?8ö sangsie mit Madame M«ra von einem Orchester begleitet, dg- g»S

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