Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Doe Bo« r.m

Aufklärung unserer Tage, welche sich zckthcr schon sil der Fäglickkeitder Dispensationcn offenbart bat, den Incest auf Acltern, .Rinderund Geschwister beschränken werde, wenn anders die Konsistoriendie ergiebigen Dispensationssporteln aufopfern wollen.

Bocckerini (Luigl), wurde den 14. Januar 1740 zu Lnkkageboren. Der Abt Vanncci, damaliger Musitmeister des Erzbisckvfs,ertbeilte ibm den ersten Unterricht in der Musik und aus dem Vio-lvncell. Schon früh zeigte er die glücklichsten Rnlaqen. Sein Va-ter, ein geschickter Kontrabassist, bildete sie mit Sorgfalt, und sandtethn endlich nach Rom, wo er einer, ausnehmenden Ruf erwarb,»nd durch eben so zahlreiche als originelle Werke Erstaunen erregte.Wenige Jahre nachher kam er nach Lukka zurück, und bewies seinemLehrer Vanncci und dem Seminarium, wo er, ungeachtet er nichtTheologie studirte, unterrichtet worden war, seine Dankbarkeit durchdie ersten Früchte seines Genies. Filipino Manfreds, einSchüler Nardini's und Landsmann Boccherini's, war gerade inLnkka. Sie waren bald durch die innigste Freundschaft verbunden,und gingen nach Spanien, dessen Regent mit besonderem Wohlgefal-len die ersten Talente um sich versammelte. Ihr Ruf, der vor ihnenausging, bereitete ihnen die ausgezeichnetste Aufnahme; aber ihrEharaktcr war nicht völlig übereinstimmend. Manfreds war in deremzigcn Absicht nach Spanien gekommen, Geld zu erwerben, Wäh»tend Voccherini nur für den Ruhm arbeitete. Der letztere war daherleicht zu bewegen, in Spanien zu bleiben. Der König gewann ibnlieb, und überhäufte ihn mit Ehre» und Geschenken. Er stellte ihnbei der Akademie an, und legte ihm die einzige Verpflichtung auf,lahrlich neun Stücke seiner Komposition für die Akademie zu liefern,welches Voccherini auch leistete, bis er im I. 1806 in seinem 66 .Jahre zu Madrid starb. Die Kompositionendie er selbst heransge-ffeben hat, bilden im Ganzen 58 Werke, und sind Symphonien,Eertetten, Quintetten, Quatuors, Trios, Duetten und Sona-ten für Violine, Violonceü und Fortepiano. Außerdem gibt esnoch einige Quintetten und einzelne Gesangstücke von ihm in Manu-skript. Für das Theater hat er nichts gearbeitet, und für die Kircherst unter seinen herausgegebenen Sacken das einzige Sr, 6 »t mar-i.Die Adagio's von Voccherini besonders sind für die Kenner Ge-genstand der Bewunderung und für die Künstler Gegenstand derVerzweiflung, sie geben die Idee einer Himmclsmusik. Eben so istrr in seinem Allcgro sters edel. Er l)at nie sein Geuie herabgcwür-"lgt. Man kann mir Reckt Voccherini als den Vorläufer Haydu'sMchen, denn er hat zuerst Quartetten gemacht und den wahren^yarakter dieser Gattung bestimmt. Auch stand er mit Havdn in-wem beständigen Briefwechsel. Diese beiden großen Männer such-ten ,,ch gegenseitig über ibrc Kompsitioneo aufzuklären. Cornerwgt auf eine originelle Art: „Wenn Gott zu den Menschen redenwollte, würde er sich der Musik Hapdn's bedienen, wenn er aberMusik höre» wollte, würde er sich Boccherini's Musiken auffuhren"sie,,;" und Poppo charakteriftrt beide sehr richtig, wenn er Boc-Herini die Frau Hapdn's nennt.

, Bondi (Abt Elemente), einer der geschätztesten neueren Dich-ter Jialicns, ist aus Mantua, oder wie andere Nachrichten angeben,aus Parma gebürtig. Er war in den Orden der Jesuiten wenige^abre vor der Aufhebung desselben getreten; hatte aber hier den«eschmack für die schöne Literatur «nd vornehmlich für die Jkaliä-