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plen bridekKikchkn einander entgegenstehen, möglich seyn würde, ohneden Charakter entweder der einen oder der ander» allmälig ganz zuvermischen, das deannvortet sich in Erwägung der oben berührte«Thatsachen leicht. Auch hat man sich nach gerade von der ilnthun»lichkeir dieser Vereinigung überzeugt, die von einigen wohlmei-nenden Schriftstellern für die Ausführung derselben geäußerten Vor-schläge und Wünsche haben in dem übereinstimmenden Gutachten dereinsichtvollesten Theologen und Staatsmänner eine gründliche Wi-derlegung gefunden und immer allgemeiner wird der Erfahrungs-grundsatz anerkannt, daß, wie verschiedne Charaktere sich stärker an-einander angezogen fühlen, leichter befreunden und besser vertrage»,als solche, die sich in ihren Vorzügen und Mangeln gänzlich gleichsind, auch die Glieder verschied»» Vieligionsparteren, so lange jede>m ungestörten Besitze ihrer Eigenthümlichkeiten bleibt, einanderfreiwillig die Duldung und Freundlichkeit beweisen werden, die sichdurch teiue Dccrere und Concilien-Beschlüsse erzwingen läßt. DieCatholischeu zeigen in ihrem wissenschaftlichen Bestrebe«Neigung zum Protestantismus *), und selbst diejenigen ihrerSchriftsteller, welche das religiöse Bedürfniß des Volks im Auge ha-ben, nähern sich immer mehr dem Geiste, in dem die protestantische»Schriftsteller gleicher Akt schreiben; dagegen regt sich unter den Pro-testanten eine hervorstechende Neigung zum Cultusder katholischen Kirche, und wenn wir jene Erscheinung aufdem Felde der Wissenschaft und Literatur vielleichtzu den erfreuliche»rechnen dürfen, so wird diese uns wenigstens nicht befremden. Eineedle, maicstätische Bauart, eine glänzende, alles umstrahlende Be-leuchtung , ein verschwenderischer Reichthum an herrlichen Gemälde»und Bildwerke», an kostbaren Dapperieu und Getäthschaften ergötztdas Auge, eine Fülle harmonischer Töne, die sich von dem hohen,mit Sängern und Jnstrumcntlsten meist wohlbesetzten Chore.bald ge-waltig erschütternd, bald mild besänftigend in die miederhallende»Räume ergießt, entzückt das Ohr, der einnehmende Duft köstliche»Mäucherwerks schmeichelt den Gcruchsnerven, die geheimnißvollen Lauteeiner fremde», den meisten unbekannten Sprache, deren Feierlichkeitund Wvhltlang man empfindet, ohne ihren Sinn zu verstehen, diebedeutsame Reihenfolge lener vielsagenden Ceremonien und Geberde»geschmückter Priester, die siillbeschäfkigte, niederwerfende Andachteiner zahlreichen Gemeinde, der imponircnde Eindruck des festlichenGanzen " ), alles vereinigt sich in den Tempeln der Catholischcn, »M
*) Bergt. den Artikel Protestantismus.
»-) Man erinnere sich a» die feurige Schilderung» welche MvrtlMkVin Schillers Maria Stuart davon macht. >
Es war die Zeit des große» Kirchenfestes,
Don Pilgerschaare» wimmelten die Wege,
Bekränzt war jedes EiotteSbild, eS war.
Als ob die Menschheit auf »er Wandlung wäre.
Wallfahrend nach dem Himmelreich. — Mich selbst
Ergriff der Strom der glaubenvolleii Menge
Und riß mich i» das Weichbild Roms—Wie ward mir, Königin.
AlS mir der Säulen Pracht und Stcgcsbogen
Enlgeqcnstieg, teS Kolosseums Herrlichkeit
l?e» Staunenden »nifinq, ein hoher Diltnetgeist
In sein, heitre Wnnterwelt mich schloß!