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die Sinne z» reizen und zn vergnügen, der Einbildungskraft Nah»rung, Schwung unv Spielraum zu geben und da- ganze Gemüth ineine Bezanbcrung zn versetzen, der es sich nur allzugern und oft so-gar den nüchternen Reflexionen zum Trotz gefangen gibt. Will Über-bein die katholische Airche sich der Kräfte und Künste bedi.nen,A sich in ihrem Schoße entwickelt, ausgebildet und manchen ihrerDtencr uud Anhänger groß, berühmt und glücklich gemacht baden,will sie die Mittel brauchen, durch welche ehedem nach dem einstim-migen Zeugnisse der Geschichte die einflußreichsten und bewunderns-würdigsten Erfolge möglich gemacht wurden; die Gewalt, mit der siesich von jeher der Gewissen zu bemächtigen, und die L.Ichligkeit, mitder ne über das unbehagliche Nachgefühl eines ungerechten oder zwei-deutigen Lebens zu beruhigen, die Gewandtheit und liebern du» gs-«unst, mit der sie die im Zuge des Willens für eine» Nichtigen End-zweck verübten Unredlichkeit,» und Uebelthaten zu beschönigen, dieUmsicht und Geschicklicdkeit, mit der sie das Geheimniß ihrer schwa«wen Seiten uud Mangel immer anständig zu verschleiern, und > »blichb" Freigebigkeit im Versprechen uud D, lohnen, mit der sie reden»den Preis, um den er sich hingibt, zn bieten wußte, wer wird ihrwiderstehen können? Kein Wunder, daß ihr von denen, die mensch-uch fühlen, fehlen und begehren, die Mehrzahl zufallt. Wenn sie»un auch, moralisch veredelt und. politisch geschwächt, den Gebrauchblestr Mittel jetzt öfter als sonst verschmähen mag, was ihrem Cin-siuffe auf dieser Seite abzugehen scheint, das tst..ihr auf einer andernSeite durch die Gunst drr neuern Poesie und Kunst - Philosophie reich««ch wieder zugewendet worden. Der Ueberfluß an poetischem Appa-'üt, an sinnvollen Symbolen und mächtigen Hebeln zur Anregungbcs Gemüths, mit dem der Ealholicismus auSgcstatter ist, konnteden Augen auch protestantischer Dichter nicht entgehen. In demselbenrieitpunkle, da der überhandnehmende Rationalismus der Theologenund dte Anfllärungswuth ihrer Nachbeter alle Formen des historischenChristenthums zu durchbrechen und jeden Anhalt des kirchlichen Glau-
Jch hatt« nie der Künste Macht geführt,
E« haßt die Kirche, die mich auserzog.
Der Sinne Nerz, kein Abbild duldet sie.
Allein da» körperlos« Wort verehrend.
Wie wurde mir, als ich i»S Innre »nnDer Kirche» trat, und die Musik den HimmelHerunterstieg» und der Gestalte» FülleVerschwenderisch aus Wand uud Decke quoll.
Das Herrlichste, das Höchste, gegenwärtig,
Bor den entzückten Sinne» sich bewegte,
Ais ich si, s,,bst nun sah, die Göttlichen.
Der Gruß des Engels, die Geburt deö Herrn,
Die heiigc Mutter, die berabgesiiegneDreifaltigkeit, die leuchtende Verklärung —
Air ich den Papst dranf sah in seiner PrachtDaS Hochamt halte» und die Völker segne».
Ö was ist Geldes-, was Juwelen - Schein,
Womit der Erde Könige sich schmücken!
^ur er ist mit dem Göttlichen umgeben»
^>n wahrhaft Reich der Himmel ist sein HauS,
Denn nicht von »ieser Welt sind dirs« Formen.'