Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
Seite
C
JPEG-Download
 

1

Col

welche das Hanbelswese« der Holländer täglich zwergartiger wurde.Der Verfall der Ostindische» Compaanie der letzten, war nicht läugerauftzuhalccn; schon oben deuteten mir aus die ursprünglichen Ursachen hin«ad fügen hier nur noch als Beschieunjgungsgrnnde hinzu: den Ver-lust ceS Indifchen Binnenhandels sowohl nach Indien, als nach Per-sten und Arabien, die fortdauernde schlechte Einrichtung der Schiffahrt,den Krieg mit England und die Einbuße von Negapaluai». E,n «lei-ches Lchllksai ward der westindischen Compagnie vorbereitet, die jedochdurch Snrinam, C»ra<;ao und St. Eustache in der Zeit einer glückli-chen Neutralität noch bedeutende Geschäfte machte, allein durch denKrwg mit England auch sich an den Rand des Abgrundes gebrachtsehen mußte. Der Pariser Friede und der siebenjährige Krieg haltenauch Frankreich» Colonialwesen schwer verwundet. Nur I»!c deFrance und Bourbo» waren in Ostindien ihm geblieben; die Ostindi-scho Compagnie war ausgelost. Doch St. Dvmingo blühte desto herr-limer; 2000 Plantagen gaben für mehr als 17a Millionen üivrcSa» Producle», fast so viel als das ganze übrige Wefnndien und lie-ßen die verunglüchlen kostbaren Versuche auf Guiana verschnirrzen.Louisiana war a» Spanien abgeirrten worden, und zwar ohnedaß die dafür bedungene Entschädigung durch den Spanischen Antheilau Sc. Dvmingo realisirt worden wäre. Fast ganz unverletzt bliebSpanien« Evlomalspstem im große» Conflicte der Ucbrigen. N»rPorrobcllo und die Haoaunab wurden aus einige Zeit entbehrt uuvvon Pociugai ein Paar Infelchen zum Negerhandel gewonnen. Dieneue politische Eimheilung des Spanische» Amerika, die Befreiungvon dem Aisienro-Tractar,. die Herabsetzung der Zölle, die Fr-ige-dung des wechselseitigen HandelS der Colonien unter sich, verduubenMit mehrern auderu sedr zweckmäßigen iiene» HandelSeinrichtungendie Errichtung einer phUippinistden Compagnie für den AsiatischenHandel, alles dies zusammen wirkte zum unendlichen Vortheile, so-wohl des Mutterlandes, alS der Colonien, die besonders in inttl-leciueller Cultur stiegen. Weun Portugal« Colonjalwesen schondurch den Zwist mit Spanien eine andere Gestalt erhalten wollte, 1»vollendeten Pombal'S Einrichtungen die Umwandlung iu wehrernPuncten; doch alle Veränderungen bezogen sich aus Brasilien, welcheseine neue politischeEmthellung und Hanbelscompagnie» erhielt. Dä-nemarks Colonialweseii gewann nur in dem Streite der ander»Mächte i» Ost - und Westindien: Schweden handelre nach Chinaund erwarb von Frankreich das kleine St. Barthelemi, »m doch auchetwa« i» Wegindien zu haben, während Rußland Caravanenhan»del mirChtua, und in den Kurtte» nud AlcntenIagd- und Peizhan»"trieb, wodurch eS zu Niederlassungen anf Nord-Weftamerika nnd zvkErnchluiig einer Handelsgesellschaft gelangte. Von hier an bis jetztgibt eS nur noch zwei Perioden ssir die Geschichte der Colonien unddes Coloniatspstems der Mniterstaatcn, bestimmt durch zwei großeBegebenbeiten, e»:sprungen -uS einem und demselben Pnncte. DieFranzösische Revolution und die Errichtung de« Fran-zösischen Kaiserkvrvnes wurden auch für die Sacke der Coio-nieu, waS sie für daS Interesse des gesammtcn Europa gewordensind. In diesen Zeiträume» keimen alle die Fragen zur Erörterung,woraus die gauze Kette aller der großen Ereignisse sich gebildet bat»

*) Einführung der Registerschisse, Paquetböt« und Anlegung vonPosten durch da,S ganze Spanische Amerika. ,