«in Col
zösischen Nationalconvents, theils unvermeidliche Händel mit Eng-land drohrten Nordamerika'- M»dc zu unterbrechen; um indeß denoffenen Krieg zn vermeiden, da ihm dazu die Marine noch fehlte,entschloß es sich zu freiwilligen Opfern, die es «der keiner fremdenD,clarnr, die es seiner eigenen Kraft brachte» es suspendirte selbstfeine Schiffahrt, und die non-inkervourrs-äct» wird ewig ein Denk-mal seine- Nalionalrnhmes bleiben, so wie die Englischen Cabinets-befehle und die Decrete von Mailand und Berlin die Wahrzeichender neuen Zeit und ibres Geistes. Die Erwerbung von Louisiana slgoz)erweiterte nickt nur das Gebiet des Freistaates, sondern brachte auchden ganzen Missisippistrom in seinen Besitz und wer möchte wohl be-rechnen, was hieraus noch resultirc» könne? Unterdessen war die Er-bilrerung zwischen Frankreich und Britannien immer höher gestiegenund schon vor dem Frieden von Amicns war der Gedanke, Englandin seinen Eolonicn z» bekriegen, der herrschende in der FranzösischenPolitik geworden. Die berühmte Expedition nach Aegypteu *) warei» Versuch zur Ausführung auf dem möglichst direkten Wege. DerFriede von Ämiens änderte aus einen Augenblick die äußere Lageder Dinge, doch es schien nur ein Athemschopfcn gewesen zu sein, zugrößer» Anstrengungen. Frankreich bekriegte England und seine Eo-tonien nun unaufhörlich auf dem Europäischen Eonlinente, theilsdurch das Schwert, theils durch seine Decrete von Berlin. Mailand,Fvntainebleau und den Tarif von Trianon, diese mächtigen Barrierenwider die Einbringung der Colonialwaaren, theils durch seine Bemü-hungen, die echte Waare durch Surrogate *) entbehrlich zu ma-chen"). Für Brasilien ist der allgemeine Eonflict höchst merk-würdig geworden, da des Mutterlandes Regent sein persönliches Heilnur darin fand, daß er von Lissabon nach Rio Jaueiro seine Residenzverlegte. Doch auch dort ist ein Funke niedergefallen, der zu zün-den droht und Südamerika scheint eine bedeutende Molle übernehmenzu wollen. Spanten und Portugal iu der neuen Welt stehe» überder schwachen Decke eines EraterS, der nur die Fortsetzung des Vul-kane- sevn mag, der die Muttcrstaaten verheert hat. Zucker, Eaffee,Thee, Baumwolle, Cacao, Tabak, Färbematerialic», Arzncimake-rialien, Gewürze, feine Meuble-Hölzer sind bisher diejenigen Eo-lonialproducte gewesen, welche den Erfindung-geist in Bewegung ge-bracht haben, um sie durch Surrogate zu ersetzen. Der große Hausenhat längst den echten Lasse e sich versagt und nur in mäßiger Mischungdie gcbrännte Bohne genossen; Tabak ist so gediehen in Deutschland,Holland, Ungarn, daß schon seit dem Amerikanischen Revollikions-kriege kaum ein Vierthezl echt Dirginlscher Blätter mehr eingeführtwerden und was geschieht für den Anbau dieses Krautes nicht in Frank-reich? Auch der Baumwolle hat das südliche Europa sich bemäch-tiget und für den Thee gibt es wohl auch in unsern Wäldern undGärte» Kräuter und Blätter, die jeden Gaumen befriedigen wer-den , der den Unterschied zwischen Caravanen - und Seehandelstheeund w>e die siebzehn bekannte» Sorten heißen mögen, noch nicht prü-fen gelernt; Färbe Materialien, der zartk Indigo ausgenom-
*) Diese Erpedttio» und die Brittisch - «srieantsche Gesellschaft gehö-re» iu Beziehung aufAsrica, zu den interessanteru Er-scheinungen in dieser Periode.
—) Den Art. Surrogate hat eine andere geübte Hand zur Bearbeiatuug überuvutw,».